Auf der CES 2017 stellen die Macher der Dating-App Tinder die bislang ungewöhnlichste VR-Brille vor. Sie wird von zwei Personen gleichzeitig aufgesetzt und bietet ein bisher unerreichtes Maß an Telepräsenz.

Natürlich ist das Gerät nicht ernst gemeint, sondern eine Parodie auf die VR-Technologie. Das lässt sich schon am Titel des Blog-Posts ablesen: Tinder VR (LOL). Pünktlich zur CES 2017, auf der VR im dritten Jahr in Folge erneut ein bestimmendes Thema ist, veröffentlichte Tinder die Trollattacke. Das ungewöhnliche Gerät ist auf Tinders CES-Messestand ausgestellt.

Bei Tinder ist man nicht davon überzeugt, dass die Virtual Reality irgendeinen Mehrwert für die Dating-App liefert. VR sei die Antithese zu dem, was Tinder versuche: Echte Menschen zusammenbringen für reale Erlebnisse.

Das herausragende technische Merkmal der VR-Brille ist daher, dass das Virtual aus Virtual Reality entfernt wird. Das Gerät ist nur ein Stück Plastik, das sich zwei Menschen überstülpen, um darunter Auge in Auge ein Gespräch zu führen.

Nichts gegen eine gute Parodie – und in dieser steckt sicherlich ein wahrer Kern, über den es sich lohnt, nachzudenken. Dass sie ausgerechnet von Tinder kommt, wirkt hingegen wie eine Parodie in der Parodie.

Keinem Unternehmen zuvor ist es gelungen, Beziehungen, Sexualität und Liebe derart radikal zu digitalisieren und zu ökonomisieren wie der Dating-App. Die Anwendung ist zweifellos schon Bestandteil einer Virtual Reality – für die braucht es nicht zwingend eine VR-Brille.

| Featured Image: Tinder

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