Aktuelle VR-Brillen werden zwar primär als Gaming-Medium vermarktet, aber so richtig warm werden Spieleindustrie und Virtual Reality noch nicht. Der Publisher Ubisoft experimentiert mit neuen Formaten und will herausfinden, was am VR-Gaming überhaupt Spaß macht.

Auf der E3 2017 kündigte Ubisoft zwei neue, recht experimentelle Spiele an. Bei “Space Junkies” liegt der Fokus auf Multiplayer-Duellen und “Transference” ist ein virtueller Ausflug in den menschlichen Verstand, der zwischen Film und Spiel vermitteln soll.

Laut Ubisofts Digitalchef Chris Early lohnt sich die VR-Entwicklung zumindest finanziell noch nicht. “VR ist Forschung”, sagt Early bei einer Frage-Antwort-Runde auf der E3. Diese Forschung vollzieht Ubisoft sozusagen am lebenden Objekt, am Kunden selbst.

Experimentelle und soziale VR-Erfahrungen wie “Star Trek: Bridge Crew” und “Werewolves Within” dienen nicht in erster Linie dem Profit, sondern dem Erkenntnisgewinn. Ubisoft hat sich laut Early bei den VR-Experimenten beispielsweise neue Storytelling-Konzepte angeeignet, die auch den flachen Monitorspielen zugutekommen sollen.

Herausfinden, was an VR Spaß macht

Die Industrie müsse wachsen und mehr VR-Brillen verkaufen, so Early. Das derzeit langsame Wachstum sieht er zwar kritisch, aber auch als Chance. Sein Unternehmen könne in dieser frühen Phase sehr viel lernen.

Er wisse nicht, ab wann VR-Spiele einen signifikanten Umsatz generieren. “Ich glaube nicht, dass es irgendjemand weiß. Wir versuchen, herauszufinden, was an VR Spaß macht”, sagt Early.

Ubisoft experimentiere mit allen neuen Technologien, sobald sie erscheinen. “Wir bekommen sofort die neuen Entwicklerkits und schauen, was man damit anstellen kann”, sagt Early. Die einzelnen Ubi-Studios könnten eigenständig bestimmen, was sie interessiert und damit experimentieren.

| Featured Image: Ubisoft / VRODO

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