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Virtual Reality: Vorerst keine VR-Brille von Microsoft *Update*

von Matthias Bastian14. Juni 2016

Update vom 15. Juni:

Im Interview mit dem US-Magazin Giant Bomb deutet Palmer Luckey eine mögliche Zusammenarbeit mit Microsoft an. Schon im Vorfeld der E3 2016 gab es Gerüchte, dass die neue Xbox-Konsole auch Oculus Rift unterstützen könnte. “Wir haben eine gute Partnerschaft mit Microsoft. Der Controller ist im Bundle mit der Rift-Brille, Minecraft läuft auf Gear VR und Rift. Wir haben mit Microsoft bei vielen unterschiedlichen Optimierungen zusammengearbeitet, um eine bessere Rift-Erfahrung auf dem PC zu ermöglichen…wir kommen also gut klar, wir haben eine gute Beziehung”, sagt Luckey (bei circa 20:00).

Ursprüngliche Meldung:

Xbox-Boss Phil Spencer teilt gegen Sony und Playstation VR aus: Aktuelle Konsolen würden den Anforderungen von Virtual-Reality-Spielen nicht gerecht werden.

In einem Interview mit dem US-Magazin Wired verrät Xbox-Boss Phil Spencer weitere Details zu Microsofts anstehenden Virtual-Reality-Plänen. Spencer möchte von VR-Entwicklern die Rückmeldung bekommen haben, dass aktuelle Konsolen – also die PS4 und die Xbox One – nicht ausreichend Leistung für ansprechende VR-Erfahrungen bieten. Ähnliche Gerüchte gab es auch schon bezüglich der neu angekündigten Playstation-Neo, deren Existenz Sony zwar mittlerweile bestätigt hat, aber sie dennoch nicht auf der E3 2016 zeigen möchte.

Die 6 Teraflops Rechenleistung, die die neue “Scorpio”-Konsole auf dem Kasten hat, wurden laut Spencer von den Entwicklern als Voraussetzung für ansprechende VR-Erfahrungen genannt. “Die Wahrheit ist, dass eine Konsole, die eine 2D-Version von Doom oder Fallout rendern kann, so wie die PS4 oder die Xbox One, nicht dazu in der Lage ist, die gleichen Spiele als stereoskopische Versionen mit einer hohen Framerate auszugeben”, sagt Spencer der Wired. Die verbesserte PS4-Konsole wird auf eine Leistung von circa 4 bis 4,5 Teraflops geschätzt, die gängige PS4-Konsole schafft nur rund 1,8 Teraflops.

VR-Entwicklern rät Spencer dazu, vorerst beim PC zu bleiben – dort sei das Potenzial für Innovationen besonders groß. Bei diesem Ratschlag spielt Microsofts Eigeninteresse natürlich eine deutliche Rolle: Die VR-Spiele für den PC werden voraussichtlich beim Launch von Scorpio auch mit der neuen Microsoft-Konsole kompatibel sein. Dafür möchten die Redmonder “möglichst vielen” Herstellern von VR-Hardware die Gelegenheit geben, sich mit der neuen Plattform zu befassen. Zum jetzigen Zeitpunkt schließt Spencer die Entwicklung einer eigenen VR-Brille aus.

Es sieht also ganz danach aus, als wolle Microsoft den Nutzern einen Konsolen-PC-Hybrid mit Win-10-Unterstützung ins Wohnzimmer stellen, der gängige Virtual-Reality-Brillen auf die gleiche Art wie ein normaler Desktop-PC unterstützt. Für den VR-Markt wäre das sicherlich eine positive Entwicklung.

| Source: Wired