0

Virtual Reality: VR-Brille Fove ab dem 2. November vorbestellbar

von Matthias Bastian16. September 2016

Update vom 16. September 2016:

Die VR-Brille Fove heißt jetzt offiziell Fove 0. Die Vorbestellungen starten am 2. November 2016 ab 8 Uhr PST. Ein Launchdatum oder der Preis stehen noch nicht fest. Kommt die Brille zeitnah nach dem Vorbestellstart auf den Markt, könnte sie die das erste Endgerät für Verbraucher mit integriertem Eye-Tracking sein.

Auch die Spezifikationen des Displays sind nun bekannt: Verbaut ist ein OLED-Panel mit 2560 x 1440 Pixeln bei einer Bildwiederholrate von 70 Hz.

Ursprünglicher Artikel vom 28. Juli 2016: VR-Brille Fove bekommt neues Design

Kleiner, leichter, schicker: Die Virtual-Reality-Brille Fove macht sich hübsch für den anstehenden Launch im November. Trotz zahlreicher Eye-Tracking-Lösungen verschiedener Hersteller haben die Macher von Fove das Vertrauen ins eigene Produkt nicht verloren.

Die Entwickler der VR-Brille Fove gehörten zu den ersten VR-Unternehmern, die den potenziellen Nutzen von Eye-Tracking-Technologie im Virtual-Reality-Kontext verdeutlichten. Im Mai 2015 sammelten die Gründer bei Kickstarter eine halbe Million US-Dollar für die Produktion der Brille ein.

Die eigentliche Geldspritze folgte aber erst im März 2016. Trotz zahlreicher Probleme bei der Produktion konnte Fove Investoren wie Colopl, Foxconn und Samsung davon überzeugen, weitere elf Millionen US-Dollar in die Entwicklung der VR-Brille zu stecken. Der Launch des Entwicklerkits – ursprünglich für Mai 2016 avisiert – ist nun für November 2016 geplant. Entwickler können das Fove-SDK bereits bei Github vorab herunterladen und Fove-Support in ihre Software integrieren.

Tragekomfort soll deutlich besser sein

Beim Launch im Herbst wird die Entwicklerversion von Fove in einem wesentlich schickeren und ergonomischeren Gewand erscheinen. Gegenüber dem ursprünglichen Design ist die VR-Brille deutlich kleiner und leichter geworden. Die seitliche Kopfbefestigung aus starrem Plastik wurde gestrichen, die neue Halterung mit Bändern erinnert stark an HTC Vive. Der Tragekomfort soll laut dem Hersteller deutlich verbessert sein. Das neue Gehäuse wurde auf Basis von internen Tests und Nutzer-Feedback entwickelt.

Die neue Fove-Brille in der Vorderansicht. Bild: Fove

Die neue Fove-Brille in der Vorderansicht. Bild: Fove

Altes Design vs. neues Design. Bild: Fove

Altes Design vs. neues Design. Bild: Fove

Generell gibt es viele offene Fragen bezüglich der Zukunft von Fove. Eye-Tracking wird auf absehbare Zeit kein Alleinstellungsmerkmal der VR-Brille bleiben. Und ähnlich wie bei Razers HDK2 ist es derzeit unklar, welche Software die VR-Brille zukünftig unterstützt. Die angekündigte Integration von Valves Trackingsystem Lighthouse wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, stattdessen wird Fove mit einer einfachen IR-Trackingkamera ausgeliefert. 3D-Controller wie Oculus Touch oder die Vive-Stäbe sind nicht in Sicht.

Neben dem reinen Performancegewinn mittels Foveated Rendering bietet Eye-Tracking-Technologie zahlreiche Anwendungsszenarien im VR- und AR-Kontext. Menüs können mittels Blicken gesteuert werden oder man nimmt mit Avataren Augenkontakt auf, um soziale VR-Erfahrungen zu verbessern. Eine aktuelle Demonstration von Foves Rendertechnologie gibt es im folgenden Video.

Gibt es für Fove noch einen Markt? Diskutiere mit anderen VR-Fans im VRforum.

| Source: Fove | All Images: Fove