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Virtual Reality: VR-Brille Fove kostet 599 US-Dollar, Versand noch in 2016

von VRODO2. November 2016

Update vom 2. November:

Wie vom Hersteller angekündigt, starten heute die Vorbestellungen für Fove 0, eine VR-Brille mit integriertem Eye-Tracking-System. Der Preis liegt bei 549 US-Dollar bis zum 9. November, danach kostet Fove regulär 599 US-Dollar. Der Versand soll noch in diesem Jahr starten. Vorbestellungen werden auf der offiziellen Webseite angenommen.

In puncto Displayauflösung schlägt das neue Gerät den Wettbewerb von Oculus Rift und HTC Vive. Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal sind allerdings die integrierten Kameras, die Augenbewegungen mittels Infrarotlicht erkennen. Das soll einerseits als Interface dienen und ermöglicht andererseits ein neues Renderverfahren, das potenziell reichlich Performance einspart.

Aktuell ist wenig darüber bekannt, wie präzise die Eye-Trackig-Kameras ihre Arbeit verrichten und welche Software das neue Feature unterstützen wird. Auch das neue Renderverfahren – das sogenannte “Foveated Rendering” – wurde vom Hersteller noch nicht im Detail beschrieben.

Fove dürfte daher in erster Linie für Entwickler interessant sein, die mit der neuen Technologie experimentieren wollen. Endverbraucher sind vorerst mit Oculus Rift, HTC Vive oder Playstation VR besser bedient. Insbesondere da hier die Interface-Frage geklärt ist. Fove läuft zwar mit einem Gamepad oder Maus und Tastatur, aber ein eigenständiges 3D-Interface wie Oculus Touch oder die Vive-Stäbe ist nicht in Aussicht.

Ursprünglicher Artikel vom 13. Oktober 2016: Fove verrät technische Daten der Eye-Tracking-Brille

Am 2. November starten die Vorbestellungen für die VR-Brille Fove, die von Werk aus die Augenbewegungen des Nutzers erkennen kann. Was erwartet potenzielle Käufer und welche PC-Hardware wird benötigt?

Das Alleinstellungsmerkmal der Fove-Brille ist das verbaute Eye-Tracking-System. Zwei im Gehäuse integrierte Kameras scannen mit Infrarotlicht die Augenbewegungen mit 120 Updates pro Sekunde bei einer Genauigkeit von über 99 Prozent.

Die Technologie kann vielfältig eingesetzt werden: Nutzer können Menüs mit Blicken steuern oder mit virtuellen Wesen und Avataren von echten Menschen Blickkontakt aufnehmen. Ergänzend kann die visuelle Darstellung anhand der Blickrichtung optimiert werden. Potenziell spart so ein Eye-Tracking-System reichlich Performance, da der PC nicht permanent das volle 360-Grad-Sichtfeld mit allen Details berechnen muss, sondern nur die Stelle, die der Brillenträger fokussiert.

In der Brille sind Sensoren integriert, die die Rotation des Kopfes erkennen. Die Positionserkennung im Raum erfolgt – ähnlich wie bei Ouclus Rift – mit einer externen Infrarotkamera. Die geplante Unterstützung von Valves Trackingsystem Lighthouse ist vorerst auf Eis gelegt. Fove empfiehlt, die VR-Brille nur im Sitzen zu nutzen.

Die Sichtfeldweite der VR-Brille liegt bei 90 bis 100 Grad, abhängig vom Nutzer. Das OLED-Display der Brille bietet eine Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln und kann bis zu 70 Bilder pro Sekunde anzeigen. Das liegt etwas unterhalb der von Sony, HTC und Oculus VR empfohlenen 90 Bilder pro Sekunde.

Das Gerät wird über HDMI 1.4 sowie jeweils einem USB 3.0- und 2.0-Anschluss mit dem Rechner verbunden. Mit einem Gewicht von 520 Gramm ist Fove in etwa so schwer wie HTC Vive oder Oculus Rift. Bis zur finalen Version soll der Tragekomfort weiter verbessert werden.

Trotz der Eye-Tracking-Funktion unterscheiden sich die Angaben für die Mindestanforderungen an die PC-Hardware derzeit nicht von den bekannten VR-ready Anforderungen. Sie liegen sogar etwas über den aktualisierten Mindestanforderungen für Oculus Rift, die nur mehr eine GTX 960 erfordern. Für den Betrieb von Fove wird mindestens ein i5-4590 Intel-Prozessor und eine GTX 970 von Nvidia vorausgesetzt. Das Gerät läuft derzeit nur unter Windows ab Version 8.1 aufwärts. Ein Entwicklerkit für die Unreal Engine samt Eye-Tracking-Unterstützung soll zeitnah veröffentlicht werden.

Der genaue Preis und das Veröffentlichungsdatum für Fove stehen noch nicht fest. Ausgehend von der erfolgreichen Kickstarter-Kampagne könnte die Eye-Tracking-Brille zwischen 400 und 600 US-Dollar kosten.

Neue Partner für Fove

Fove kündigt neue Kooperationen mit Partnern an, die hierzulande weitgehend unbekannt sein dürften. Das Unternehmen Technoblood möchte koreanische Internet Cafés, Karaoke-Bars und Vergnügungsparks mit Fove ausstatten. Man hoffe, dass diese Kooperationen vielen Interessierten die Möglichkeit gebe, Virtual Reality zu günstigen Preisen zu erleben, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Ergänzend wird die Open Source Game-Engine Xenko Unterstützung für Fove integrieren.

| Featured Image: Fove (Screenshot bei YouTube)