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Virtual Reality war ein wichtiger Bestandteil des Sundance Film Festivals

von Tomislav Bezmalinovic4. Februar 2017

Sam Macaroni ist ein amerikanischer Youtuber und Regisseur, der letztes Jahr mit kurzen, aber actionreichen 360-Grad-Filmen auf sich aufmerksam machte. Auf dem Sundance Film Festival war Macaroni Teil eines Diskussionspanels, das sich mit dem Geschichtenerzählen in Virtual Reality befasste. In einem Interview schildert er, wie das Medium von den Festivalbesuchern aufgenommen wurde.

Vom 19. bis 29. Januar fand in Park City in Utah das Sundance Film Festival statt. Im Rahmen des New-Frontier-Programms zeigte die Organisatoren viele, noch unveröffentlichte 360-Grad-Filme und VR-Erfahrungen. Mit New Frontier deckt das Sundance Film Festival seit 2007 künstlerische Arbeiten ab, die über die Grenzen des Mediums Film hinausgehen. Virtual Reality kommt dabei eine immer stärkere Rolle zu.

Sam Macaroni bestätigt dies in einem Interview mit dem US-Blog VR Focus. Laut dem Regisseur sei das Interesse an Virtual Reality überwältigend gewesen: “Überall, wo ich hinging, sprachen die Leute darüber. Das New-Frontier-Programm ist in wenigen Jahren zu einem wesentlichen Bestandteil des Festivals geworden. Wir stehen wirklich am Anfang einer neuen Form von Medium.”

Macaroni glaubt, dass Virtual Reality nächstes Jahr noch größer sein wird: ” Jemand sagte mir, dass das New-Frontiers-Programm, als es startete, aus nicht mehr als einem kleinen Raum bestand. Dieses Jahr war es ein massives, dreistöckiges Gebäude mit Leuten, die draußen Schlange standen.”

Macaroni erzählt außerdem, dass er just an jenem Tage in Park City angekommen sei, als der VR-Film “Pearl” für den Oscar nominiert wurde. “Du kannst dir denken, wie begeistert die VR-Leute waren. Wir stießen alle mit unseren Gläsern an und meinten ‘Wir sind dabei! Das ist es… man kann uns nicht nicht mehr ignorieren!'”

Es ist zu früh für Regelwerke

Beim Diskussionspanel traf Macaroni auf andere 360-Grad-Filmer wie Hal Kirkland (Kids), Josema Roig (The Argos File), Tim Dillon (Suicide Squad) und Melissa Painter (Heroes). Die Gruppe unterhielten sich vorwiegend über den derzeitigen Stand des VR-Films.

“Eine Sache, die alle betonten, war, dass es immer noch keine Regeln für Virtual Reality gibt. Du hörst Leute die ganze Zeit sagen ‘Du kannst nicht dies, du kannst nicht das in VR machen…’, aber es ist viel zu früh für Regelwerke. Meine Regel ist ‘Versuche alles!’. Damit will ich nicht sagen, dass ich nicht jede Einstellung sorgfältig plane, aber wenn ich denke, dass etwas Übelkeit hervorruft, versuche ich herauszufinden, weshalb das so ist und finde eine Lösung. Wir müssen gewagte Entscheidungen treffen, um voneinander zu lernen.”

Als positives Beispiel hebt Macaroni die Arbeit von Josema Roig hervor, der letztes Jahr mit “The Argos File” einen Proto Award gewonnen hat. Roig setzt in dem 360-Grad-Film auf ungewöhnlich viel Kamerfahrten und schnelle Schnitte. Macaroni sagt, dass er viel von dem Film gelernt habe.

Von ihm selbst stammen Filme wie A Violent Afternoon und Junkbots, die in ihrer Trash-Ästhetik Hollywood-Actionfilme parodieren. Mit seinem neuen Studio namens Thundership arbeitet Macaroni derzeit an 360-Grad-Filmen, bei denen selbstgebaute Kamerarigs zum Einsatz kommen werden. Diese sollen für Kamerafahrten optimiert sein.

VRODO hat über einige der interessantesten 360-Grad-Filme und VR-Erfahrungen berichtet, die auf dem Sundance Film Festival gezeigt wurden. Die Links sind unten aufgeführt.






| Featured Image: Sundance via Facebook | Source: VRFocus

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