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Virtual Reality zu teuer und zu hoher Platzverbrauch?

von Matthias Bastian2. Juni 2016

Ein VR-GTA wird es wohl in absehbarer Zeit nicht geben –  Take-Two Interactive Geschäftsführer Strauss Zelnick ist kein großer Fan von Virtual Reality.

Schon bei einer kürzlich stattgefundenen Telefonkonferenz zu den Quartalsumsätzen deutete Zelnick an, dass sein Unternehmen derzeit nur wenig Interesse an Virtual-Reality-Spielen hat. Als Grund nannte der Geschäftsführer den noch nicht vorhandenen Markt. “Wir müssen da sein, wo auch unsere Kunden sind.”

Auf einer US-Konferenz der Investmentbank Cowen lässt Zelnick nun durchblicken, dass er ganz und gar nicht davon überzeugt ist, dass dieser Markt in Zukunft entsteht. Virtual Reality sei deutlich zu teuer und außerdem sei es “lächerlich zu glauben”, dass US-Bürger einen Raum eigenes als VR-Umgebung einrichten.

“Es gibt keinen Markt für ein 2.000 US-Dollar teures Entertainment-Gerät, für das man einen eigenen Raum einrichten muss. Ich weiß nicht, was sich diese Menschen vorstellen. Vielleicht haben manche Leute hier einen VR-Raum, aber in der realen Welt? In den USA gibt es so etwas nicht”, sagt Zelnick.

Es gäbe zwar Platz für einen Raum mit Bildschirm, Couch und Controller, aber nicht für ein Gerät, bei dem man in einem großen freien Areal stehen müsse, mit zwei Controllern in den Händen und einer VR-Brille auf dem Kopf. Generell gäbe es noch eine große Zahl an Hindernissen zu überwinden, bevor VR wirklich erfolgreich sein könne. “Ich finde VR schon interessant, aber die Sache ist noch nicht entschieden”, sagt Zelnick. Das durchschnittliche Budget des US-Bürgers für Entertainment-Geräte liegt nach Zelnick bei circa 300 US-Dollar.

Schon in 2014 war Zelnick skeptisch eingestellt gegenüber Oculus Rift und Co. – die Technologie sei antisozial und daher nur für Hardcore-Gamer geeignet.

| Source: Gamespot | Featured Image: Take-Two Interactive