Update vom 1. Dezember 2017:

Obwohl das Startup ZephVR das Finanzierungsziel für die Wind-Ventilatoren-Simulation erreichte, wird das Zubehör aufgrund zu hoher Produktionskosten im Verhältnis zu den Bestellungen nicht hergestellt.

Als Wiedergutmachung verschenkt das Startup Amazon-Gutscheine in Höhe von 5 US-Dollar und eine Anleitung fürs Selberbauen an die Kampagnen-Unterstützer. Die Kampagne selbst wurde abgebrochen, Unterstützter müssen nichts zahlen.

Die Pläne von ZephVR liegen laut den Gründern derweil nicht völlig auf Eis: Mehrere Hersteller hätten Interesse an der Software angemeldet, die auf Basis von Soundeffekten in der VR-Welt die Drehgeschwindigkeit zweier Mini-Ventilatoren dynamisch anpasst, um Gegenwind zu simulieren.

Das Startup will den Fokus jetzt auf die Entwicklung der Programmierschnittstelle legen, “um viele verschiedene physische Effekte in Virtual Reality abzubilden.”

Ursprünglicher Artikel vom 3. November 2017:

In Enthusiastenkreisen ist das Interesse an exotischem VR-Zubehör nach wie vor groß. Das belegt die jüngste Kickstarter-Kampagne für ZephVR, das mittels zwei Ventilatoren virtuelle Windeffekte simuliert. Das Finanzierungsziel von 30.000 US-Dollar wurde binnen weniger Stunden nach dem Start der Kampagne erreicht.

ZephVR ist mit HTC Vive, Oculus Rift und Playstation VR kompatibel. Die Ventilatoren werden mittels einer Klammer an der Unterseite des Gehäuses befestigt und können jederzeit wieder abgenommen werden.

Im Falle von HTC Vive wird das Zubehör über den integrierten USB-Port mit dem Gehäuse verbunden. Rift-Nutzer müssen ein zusätzliches USB-Kabel mit dem PC verbinden. Für Besitzer von Playstation VR fallen noch mehr Kabel an: Für Sonys VR-Brille wird eine Prozessorbox benötigt, die mit dem Audioausgang der VR-Brille und einer Steckdose verbunden wird.

Die Unterstützung von VR-Software ist dagegen elegant gelöst: ZephVR wertet separat die Geräusche des linken und rechten Audiokanals aus und passt die Drehgeschwindigkeit der Ventilatoren entsprechend an. Wenn der Nutzer in einem Spiel fliegt, fällt oder beschleunigt, simuliert ZephVR den dabei entstehenden Wind.

GIF ZephVR

Keine Software-Integration erforderlich

Ein kurzes Video (siehe unten) demonstriert am Beispiel des VR-Titels “Windlands”, wie das Zubehör arbeitet: Die beiden Streifen am linken Bildrand zeigen die Aktivität des linken und rechten Ventilators an. Die grünen Abschnitte bedeuten, dass die Lüfter aktiv sind. Das Video soll zeigen, dass die Ventilatoren separat auf Audiosignale reagieren.

Da das System zum Betrieb nur Audiosignale benötigt, funktioniert es mit jeder Software, ohne dass Entwickler eine Unterstützung in ihre Spiele einprogrammieren müssen. Dank eines maschinellen Lernverfahrens kann das System mit der Zeit noch genauer Windgeräusche erkennen, behaupten die Hersteller.

Nutzer können das Gerät zudem in einen Dauerbetrieb versetzen. Dann fächeln die Ventilatoren dem Spieler ähnlich wie das Vive-Zubehör ViveNChill Kühlung zu, ohne auf Geräusche achtzugeben.

Für Playstation VR kostet das Zubehör 119 US-Dollar, für HTC Vive und Oculus Rift 89 US-Dollar. Frühe Unterstützer erhalten ZephVR etwas günstiger. Die Auslieferung erfolgt im Mai 2018.

| Featured Image: Weasel Labs

Tagesaktuelle und redaktionell ausgewählte Tech- und VR-Deals: Zur Übersicht
VRODO-Podcast: E3 2018 - war es das mit VR? | Alle Folgen anhören


Unsere Artikel enthalten vereinzelt sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über einen dieser Links erhalten wir eine kleine Provision. Der Kaufpreis bleibt gleich.