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“Virtual Sexology” – Badoink VR startet virtuelles Aufklärungsprogramm

von VRODO6. August 2016

Badoink VR ist ein erfolgreiches US-Startup für Virtual-Reality-Pornographie. Mit “Virtual Sexology” soll das immersive Medium zu Lern- und Aufklärungszwecken eingesetzt werden.

Der virtuelle Aufklärungsunterricht findet in Form eines in 180-Grad gedrehten Videos statt, das laut Badoink VR mit einem “echten Sexualtherapeuten” konzipiert wurde und sich an gängige therapeutische Praktiken hält. Eine Pornodarstellerin demonstriert dem VR-Brillenträger verschiedene Atemtechniken und…noch deutlich mehr.

Der Verdacht drängt sich auf, dass es sich eigentlich um herkömmliche Pornographie handelt, die als Aufklärungsfilmchen getarnt wurde – neu wäre dieses Konzept ja nicht. Todd Glider, Geschäftsführer von Badoink VR, nennt das “Sex Edutainment”. Für ein noch immersiveres und insbesondere physisches Erlebnis wurden die Filmszenen mit ferngesteuerten Teledildonics synchronisiert.

Laut Glider habe sein Unternehmen bereits mehr als 80 herkömmliche 180-Grad-Pornos gedreht und nach neuen Konzepten gesucht, um das immersive Medium einzusetzen. “Viele Menschen haben sexuelle Blockierungen, die wir mit der immersiven Wirkung von VR beeinflussen können. Wir sind keine Sex-Therapeuten, aber wir können Erwachsenenfilme drehen”, sagt Glider gegenüber dem Rolling Stone. Aus diesem Grund habe man Hernando Chaves ins Team geholt, einen studierten Sexual- und Familientherapeuten.

Angebote auch für Frauen

Chaves beteiligte sich an der Konzeption und am Drehort direkt. Er bezeichnet die Produktionen als “sexualisierte Beschreibungen” therapeutischer Methoden, die gleichzeitig gefallen und Wissen vermitteln sollen. Im Gegensatz zu vielen klassischen Pornos hätten die Darstellerinnen – gerade in Kombination mit Teledildonics – die Kontrolle. Auch wenn sich das erste Video an Männer richtet, sollen in Zukunft ähnliche Produktionen speziell für Frauen angeboten werden.

Für eine Weiterentwicklung des Formats, so der Produzent des Films, sei auch der technische Fortschritt entscheidend, beispielsweise die Integration von haptischem Feedback und Interaktion zwischen Darstellern und dem virtuellen Besucher. Glider jedenfalls glaubt daran, dass die virtuelle Sexualtherapie viel Potenzial bietet, wenn sie beim Publikum ankommt. “Wir könnten uns auf Dinge konzentrieren wie die Angst vor Intimität und Erektionsstörungen und sie auf eine angenehme Art aufarbeiten.”

| Featured Image: Badoink VR | Source: Rolling Stone / Badoink VR