HTCs autarke VR-Brille Vive Focus soll in diesem Jahr im Westen erscheinen. Bis zum Marktstart optimiert das Unternehmen noch die Software und integriert neue Funktionen.

Ende Mai stellte HTC einige neue Funktionen für die autarke VR-Brille Vive Focus in Aussicht, die via Software-Update in den kommenden Wochen und Monaten nachgereicht werden sollen.

Eine dieser Funktionen ist eine Hand- und Gestenerkennung, sodass man Menüs und einfache Interaktionen mit den Händen steuern kann. Bei vielen Focus-Apps müsste man den Controller so wohl gar nicht erst in die Hand nehmen.

Möglich wird das Handtracking durch die zwei in der Vorderseite der VR-Brille eingelassenen Kameras. Sie scannen die Umgebung und ermöglichen Bewegungen des VR-Brillenträgers relativ zum Raum.

Hält der VR-Brillenträger seine Hände vor die Kameras, werden diese erkannt und dienen wie ein Maus-Cursor für die Eingabe. Der Nutzer kann beispielsweise im Menü eine Option auswählen, indem er eine Schaltfläche berührt. Einfache Gesten wie Daumen nach oben oder ein ausgestreckter Zeigefinger werden ebenfalls erkannt.

In HTCs Demovideos ist noch eine leichte Verzögerung zwischen Ein- und Ausgabe zu erkennen. Aber bis zur Veröffentlichung von Vive Focus im Westen voraussichtlich im Herbst bleibt noch Zeit für die Optimierung.

Ein detailliertes Hand- und Fingertracking wie es zuletzt Leap Motion in Kombination mit der Open-Source-AR-Brille Project Northstar vorstellte, beherrscht Vive Focus nicht.

Dafür ist die Auflösung der integrierten Kameras wohl zu gering, außerdem ist die Rechenleistung der mobilen Chips begrenzt und HTC hat – anders als Leap Motion – keine jahrelange Erfahrung bei der Entwicklung von Fingertracking-Software.

Allerdings bieten HTCs unmittelbare mobile VR-Konkurrenz Oculus Go und Lenovo Mirage Solo überhaupt keine Hand- oder Fingersteuerung an.

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