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Vive Focus: HTC nennt Spezifikationen und Preis der VR-Brille

von Tomislav Bezmalinovic7. Dezember 2017

Mitte November kündigte HTC die autarke VR-Brille Vive Focus für den chinesischen Markt an. Nun veröffentlichte das Unternehmen die technischen Spezifikationen und den Preis des Geräts, das sich mittels integrierter Kameras im Raum orientiert. Erscheinen soll es im Januar 2018.

In der VR-Brille ist ein einzelnes AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2.880 x 1.600 Pixel verbaut. Die Auflösung ist demnach etwas höher als bei HTC Vive: Die PC-Brille nutzt zwei Screens, die zusammen mit 2.160 x 1.200 Pixel auflösen. Dafür beträgt die Bildwiederholrate bei der Vive Focus nur 75 statt 90 Hertz bei HTC Vive. Das Sichtfeld ist mit circa 110 Grad wohl identisch.

Als Chip kommt Qualcomms Snapdragon 835 zum Einsatz. Ein Mikrofon und Lautsprecher sind ebenfalls im Gehäuse verbaut. Kopfhörer können über eine 3,5mm-Klinkenbuchse angeschlossen werden.

Nicht bekannt ist, wie viel internen Speicher die VR-Brille hat. Über ein MicroSD-Slot kann sie um bis zu zwei Terabyte externen Speicherplatz erweitert werden. Geladen wird das Gerät per Quick Charge über einen USB-Typ-C-Anschluss, der auch zum Datenaustausch dient. Die Batterie soll für drei Stunden im Dauerbetrieb halten.

Fast so teuer wie HTC Vive

Für drahtlosen Datenaustausch und Streaming des Bildes auf Miracast-kompatible Geräte kann Wi-Fi eingesetzt werden. Der Controller unterstützt anders als die VR-Brille nur drei Freiheitsgrade und bedarf zweiter AAA-Batterien, die 30 Stunden halten. Die Controller verbinden sich über Bluetooth mit Vive Focus. Das Gewicht des Geräts nennt HTC nicht.

Das Gerät kann in China vom 12. Dezember bis 12. Januar vorbestellt werden, die Auslieferung soll noch im Januar erfolgen. HTC bietet die VR-Brille zum Marktstart in zwei Farben mit unterschiedlichem Preis an: Die stahlblaue Variante kostet umgerechnet circa 650 US-Dollar, während die mandelweiße Version 600 US-Dollar kostet. Zum Vergleich: HTC Vive kostet in China etwa 830 US-Dollar.

Vive Focus hätte ursprünglich auch im Westen erscheinen und auf Googles Daydream-Ökosystem aufbauen sollen. Ein HTC-Sprecher bekräftigte gegenüber VRFocus, dass die Kooperation mit Google vom Tisch ist, ohne Gründe anzugeben. Eine Veröffentlichung im Westen im kommenden Jahr sei jedoch nicht ausgeschlossen. HTC arbeite weiter an den Plänen für die Hardware und teile Neuigkeiten für westliche Nutzer im kommenden Jahr mit.

Die Zusammenfassung eines ersten Testberichts von Vive Focus steht hier.

| Featured Image: HTC

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