HTC hat basierend auf Nvidia-Tests die Hardwareanforderungen für Vive Pro nach oben gesetzt. Für den Optimalbetrieb wird jetzt eine GTX 1070 (oder Quadro P5000, AMD Radeon Vega 5) empfohlen. Die GTX 1060 erfüllt noch die Mindestanforderungen.

Es klingt nur nach einer kleinen Anpassung, sie wirkt sich aber mächtig auf den Geldbeutel des potenziellen Kunden aus: Eine GTX 1060 gibt es ab circa 350 Euro, während man für eine GTX 1070 bei der derzeitigen Marktlage mehr als 600 Euro einplanen sollte. Für die Standard-Vive reicht wie gehabt eine GTX 1060.

Dass sich die höhere Leistungsanforderung negativ auf die Vive-Pro-Verkäufe auswirken könnte, ist nicht unbedingt zu erwarten: Eine Oculus-Statistik zeigt, dass viele VR-Nutzer ohnehin schon sehr schnelle Grafikkarten verbaut haben.

Rund 50 Prozent der Rift-Besitzer würden die Mindestanforderungen für Vive Pro erfüllen, ohne dass sie zuvor in neue PC-Hardware investieren müssten. Bei einem Preis von 879 Euro ist Vive Pro ohnehin nur für besonders begeisterte Enthusiasten interessant. Bedeutet: Die Zielgruppe ist wahrscheinlich vorbereitet.

Weiter listet HTC in den Mindestanforderungen einen USB 3.0-Port sowie Displayport 1.2 und Windows 8.1 oder Windows 10. Windows 7 wird nicht aufgeführt. Sämtliche Hardware-Spezifikationen sind auf der offiziellen Vive-Pro-Seite einsehbar. Dort gibt es auch ein Programm, um den eigenen Rechner auf Vive-Pro-Tauglichkeit zu prüfen.

Neues SteamVR-Rendering hält langsame PCs im Rennen

VR-PCs, die gerade so die Mindestanforderungen von Vive Pro erfüllen, könnten von einer neuen Renderfunktion bei SteamVR profitieren. Sie passt die Auflösung einer VR-Anwendung der Leistungsfähigkeit des Systems zugunsten der Bildwiederholrate an. Ist der Rechner zu langsam für eine VR-App, wird diese in einer geringeren Auflösung gerendert als die VR-Brille maximal anzeigen kann, sodass sie in jedem Fall stabil mit 90 Bildern pro Sekunde läuft.

Inhalte unterhalb der nativen Auflösung von Vive Pro werden dann hochskaliert angezeigt, das spart Rechenleistung im Vergleich zur vollen Auflösung. Die native Auflösung von Oculus Rift und HTC Vive (1.080 mal 1.200 Bildpunkte pro Auge) ist die Mindestgrenze nach unten.

Aufgrund der höheren Pixeldichte des Vive-Pro-Displays sollten Inhalte auch dann besser aussehen, wenn sie nur in Rift- und Vive-Auflösung angeliefert werden. So die Theorie. Wie gut das im Alltag funktioniert und wie deutlich der Unterschied zur nativen Vive-Pro-Auflösung ausfällt, kann nur ein ausführlicher Test mit verschiedenen Anwendungen zeigen.

| Via: Road to VR

Tagesaktuelle und redaktionell ausgewählte Tech- und VR-Deals: Zur Übersicht
VRODO-Podcast #115: Oculus Rift 2, Pimax Vorbestellstart, AWE 2018 | Alle Folgen anhören


Unsere Artikel enthalten vereinzelt sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über einen dieser Links erhalten wir eine kleine Provision. Der Kaufpreis bleibt gleich.