Valves SteamVR Tracking 2.0 soll in der Lage sein, ganze Lagerhallen abzudecken. Aktuell unterstützt die Software bis zu vier Basisstationen. Das dürfte sich bald ändern: In einem Video zeigt Vive-Manager Alvin Wang Graylin ein raumübergreifendes Trackingsetup mit sechs Basisstationen.

Im Video durchquert ein Vive-Pro-Nutzer einen Raum, öffnet eine Türe und begibt sich in den anliegenden Raum. Dort verortet er – noch immer in der Virtual Reality – einen Vive Controller und zwei Vive Tracker.

Das Video beweist, dass das Tracking nahtlos über mehrere Räume hinweg funktioniert.

Laut Graylin handelt es sich um drei separate Trackingflächen mit jeweils zwei Basisstationen, die von der Trackingsoftware zu einem einzigen virtuellen Raum zusammengefügt wird. Ein Grundriss zeigt den Aufbau der Trackingflächen, die insgesamt 67.5 Quadratmeter abdecken.

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Das Setup umfasst eine Vive Pro, zwei Vive-Controller, drei Vive Tracker und sechs Basisstationen. BILD: HTC / Graylin

Kopplung von bis zu 16 Basisstationen möglich

In einem weiteren Tweet schreibt Graylin, dass es HTC dank des jüngsten SteamVR Beta-Updates gelungen ist, 16 Basisstationen miteinander zu koppeln:

Valves VR-Ingenieur Alan Yates widerspricht: Das SteamVR-Tracking erfasse weiterhin nur die ersten vier Basisstationen, die es sieht. Die Freude sei verfrüht, das Beta-Update hätte lediglich Unterstützung für die Konfiguration der Basisstationen gebracht.

Laut Graylin gelang es HTC mehr als vier Basisstationen zu koppeln, indem in jeder der drei Trackingflächen zusätzlich ein Vive Tracker platziert wurde.

VR-Arcades werden bald aufrüsten

Die Unterstützung für bis zu 16 Basisstationen dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen: Der Valve-Ingenieur Ben Jackson stellte im Mai eine baldige Veröffentlichung der Firmware in Aussicht.

Die neuen Basisstationen werden ohnehin noch nicht einzeln verkauft und sind nur im Vive-Pro-Gesamtpaket erhältlich, das 1.399 Euro kostet und zwei Basisstationen der nächsten SteamVR-Generation enthält.

Während SteamVR Tracking 2.0 für die meisten Heimnutzer aufgrund Platzmangels weniger interessant ist, dürfte die Technik schon bald in VR-Spielhallen Einzug finden. Für größere Trackingflächen in VR-Arcades wie The Void kamen bisher meist Optitrack-Systeme zum Einsatz, die wesentlich teurer sind.

| Featured Image: HTC / Alvin Wang Graylin | Source: Twitter

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