Auf der CES stellte HTC die Vive Pro vor, eine neue Version der HTC Vive mit höherer Auflösung und besserem Tragekomfort. Ein offizielles Drahtlosmodul soll die VR-Brille zudem von lästigen Kabeln befreien. Reichen diese Fortschritte schon, um bei Skeptikern entscheidende Kaufanreize zu setzen? Ein Blick in den Kommentarbereich der größten deutschen Gamingseiten verrät, wie die potenziell größte Käuferschaft auf HTCs Ankündigung reagiert hat.

Die Neuigkeit sorgte auf jeden Fall für Aufmerksamkeit. Allein bei Gamestar.de hinterließen Leser fast 200 Kommentare. Der Forennutzer Thorinas schreibt dort: “Ich denke, das ist ein Zeichen dafür, dass Virtual Reality eben nicht nur ein kurzlebiger Trend ist und sich am Markt etabliert hat. Jetzt müssen nur noch die Entwickler nachziehen und ein paar vernünftige Spiele rausbringen.”

Positiv äußert sich auch Schollberto: “Klingt sehr gut! Ich wollte ja mindestens eine Generation abwarten, um die gröbsten Kinderkrankheiten auszuschließen. Die Frontkameras gefallen mir sehr gut – die WLAN-Fähigkeit auch.”

Von Neugier zeugt auch ein Kommentar von Nawari bei 4Players.de, auch wenn ihn der rasche technologische Fortschritt noch zögern lässt: “So langsam werde ich auch neugierig auf das Zeug. Aber wenn jetzt schon neue Brillen mit besserer Auflösung angekündigt sind, muss man sich überlegen, ab wann es sich lohnt, auf den Zug aufzuspringen. Wenn ich mir eine VR-Brille kaufe, will ich auch ein paar Jahre damit zufrieden sein.”

Der Preis wird mitentscheiden

Trotz großem Interesse drückt sich in vielen Kommentaren Vorsicht aus. Es scheint, als würden die meisten lieber noch etwas abwarten wollen.

Ein Leser von Eurogamer.de schreibt: “Kabellos ist neben der höheren Auflösung der Evolutionssprung, der mich wieder hellhörig macht. Trotzdem werde ich diese Generation wohl noch auslassen, weil die erste kabellose Version wahrscheinlich noch mit Kinderkrankheiten zu kämpfen haben wird. Aber die Richtung stimmt.”

Bei Gamersglobal.de schreibt ein Leser: “Ich habe Virtual Reality immer noch nicht ausprobiert. Aber was will man machen? Es gibt so viele Spiele und da hole ich lieber ein Horizon Zero Dawn und einige andere Titel nach als mir ein relativ teures VR-Set zu kaufen.”

HTC nannte noch keinen Preis für das VR-System, er dürfte jedoch eine große Rolle bei der Kaufentscheidung spielen: “Viele der großen Nachteile von Virtual Reality wurden behoben und ich finde das Ding hat viel Potenzial. Jetzt liegt alles am Preis. Das ist das entscheidene Kriterium, ob der VR-Markt davon einen Schub bekommt”, schreibt ein Gamestar-Leser.

Warten auf Generation 2.0

Viele Gamer halten den Sprung bei der Auflösung für zu gering. “Nein Danke, noch immer Fliegengitter. Obwohl es andere Hersteller gibt, die pro Auge 4K-Displays bringen. HTC macht hier nur eine kleine Änderung. Mir ist das zu wenig”, schreibt Sanpower bei Gamestar. Censor pflichtet ihm bei: “Auch diese Auflösung wird nicht reichen. Das ist zwar sensorisch alles super, aber am Ende ist und bleibt es ein Kompromiss. Verschieben wir es also noch ein wenig.”

MichaelG von PCGames.de zögert ebenfalls noch und wartet auf Oculus’ Antwort ab, mit der allerdings frühestens 2019 zu rechnen ist. Dass Vive Pro eher eine Vive 1.5 als eine VR-Brille der nächsten Generation ist, weiß auch Mirabai von 4Players. Er will aufs “richtige Update” warten.

Auffallend ist die große Zahl an VR-Enthusiasten, die sich in den Kommentaren zu Wort melden. Sie beantworten Fragen anderer Leser, korrigieren Falschaussagen und werben für das Spielemedium ihrer Wahl. So wie Gamestar-Leser Quaido, der zur Ankündigung von Vive Pro schreibt: “Wird auf jeden Fall gekauft! Ich bin jetzt seit eineinhalb Jahren, fast ausschließlich, mit der Vive unterwegs und absolut begeistert. Absolut nichts ist mit Virtual Reality zu vergleichen.”

| Featured Image: HTC

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