HTCs breit angelegtes Industrieförderprogramm Vive X geht in die dritte Runde. Dieses Mal wurden 26 Startups ausgewählt.

Digility 2018

Vive X sieht eine Investition über insgesamt 100 Millionen US-Dollar in die VR- und AR-Unternehmen vor. Die Projekte betreffen sowohl Soft- als auch Hardware. Erfolgreiche Bewerber bekommen einen Startplatz in einem der weltweiten Büros in San Francisco, Beijing, Shenzhen, Taipei und jüngst in Tel Aviv. Ergänzend gibt es ein Netzwerk- und Coaching-Programm sowie Zugang zu fortschrittlichen VR-Technologien.

Die Gewinner der ersten Förderrunde wurden Anfang Dezember 2016 bekanntgegeben, die Gewinner der zweiten Ende März 2017.

Die Liste der erfolgreichen Bewerber ist einmal mehr eine Fundgrube interessanter oder ungewöhnlicher Konzepte und Ideen. Zu den bekannteren gehören das Schweizer VR-Spielestudio Apelab mit der VR-/AR-Entwicklungsumgebung “Spatial Stories”, das Cloudgate Studio, das an Ganzkörpererfassung mittels Vive Trackern arbeitet, das Unternehmen Neurable, das an einem Gehirn-Computer-Interface arbeitet, Quark VR, das ähnlich TPCast Drahtloslösungen für Highend-VR entwickelt und das Trackingsystem Antilatency für mobile VR-Systeme.

Es folgt die vollständige Liste:

San Francisco

  • Apelab will die Entwicklung von VR-/AR-Inhalten demokratisieren. Mit der Entwicklungsumgebung  “Spatial Stories” können interaktive XR-Inhalte ohne Programmierkenntnisse innerhalb einer VR-Umgebung entworfen und für verschiedene Plattformen veröffentlicht werden.
  • CALA entwickelt ein 3D-Scanning-Verfahren, mit dem Nutzer ihre Körpermasse anhand von Smartphone-Fotos und AR-Technologie ermitteln können.
  • Cloudgate Studio entwickelte “Brookhaven Experiment” and “Island 359” und arbeitet derzeit an einem potenziellen eSports-Hit für Virtual Reality. Mit “Virtual Self” ist eine Softwarelösung für Ganzkörpererfassung mit Vive Trackern in Arbeit.
  • eLoupes kombiniert Lichtfeldrendering und VR-Technologie, um Chirurgen ein Bildgebungsverfahren an die Hand zu geben, das traditionellen Systemen überlegen ist.
  • Nanome will mit Virtual Reality und Blockchain-Technologie Wissenschaft demokratisieren. Eine intuitive Plattform für die Interaktion mit der Forschung soll wissenschaftliche Innovationen beschleunigen.
  • Neurable entwickelt ein Hirn-Computer-Interface, das mittels maschinellem Lernen EEG-Signale in Befehle uminterpretiert, sodass Nutzer Anwendungen mit ihren Gedanken steuern können.
  • Quantum Capture baut eine Engine für KI-gesteuerte virtuelle Charaktere. Das Unternehmen kombiniert hierfür fotorealistische 3D-Avatare, prozedurale Animationssysteme und kognitive KI. Damit sollen Entwickler ohne großen Kosten- und Zeitaufwand glaubhafte künstliche Menschen erstellen können.
  • QuarkVR arbeitet an einer Technologie, die VR- und AR-Erfahrungen latenzfrei komprimiert und streamt. Sie unterstützt Auflösungen von bis zu 4K pro Auge.

Peking

  • Future Tech ist ein chinesisches Studio, das hochwertige VR-Inhalte produziert. Es wurde von Industrieveteranen gegründet, die bei Ubisoft, Gameloft, PDR und Virtuos gearbeitet haben. Das aktuelle Projekt hört auf den Namen “Mars Alive” und hat eine Vielzahl Preise gewonnen.
  • Genhaosan (GHS) ist eine Plattform für VR-Karaoke. Nutzer können auf einer virtuellen Bühne auftreten, mit dem Publikum interagieren und ihren Auftritt über soziale Netzwerke teilen.
  • JuDaoEdu entwickelt ein VR-Labor für Schulkinder, in dem Physik, Chemie und Biologie unterrichtet werden kann.
  • Lenqiy arbeitet an VR-Lernwerkzeugen für Teenager. Die Software umfasst Wissenschaft, Ingenieurswesen, Technologie, Kunst und Mathematik.
  • PanguVR ist ein auf KI und Computer Vision spezialisiertes Startup. Es entwickelt eine Engine, die aus 3D-Modellen und sogar 2D-Fotos automatisch begehbare VR-Räume erstellt.
  • Pillow’s Willow VR Studios entwickelt VR-Märchenspiele, die für alle Altersgruppen geeignet sind.
  • Yue Cheng Tech will das Netflix der Virtual Reality werden. In einem virtuellen Kino werden über 300 hochwertige Inhalte internationaler Partner gezeigt. Das Unternehmen produziert auch eigene Inhalte.

Shenzhen

  • Antilatency hat sich auf räumliche Trackinglösungen für VR- und AR-Mehrspielererfahrungen spezialisiert.
  • Configreality entwickelt eine Lösung für VR-Fortbewegung. Nutzer haben dank eines speziellen Algorithmus das Gefühl, sich durch einen endlos großen Raum zu bewegen, obwohl der physikalische Raum begrenzt ist.
  • Super Node arbeitet an SLAM- und Trackingalgorithmen für Virtual Reality, Augmented Reality und Roboter.
  • VRWaibao entwickelt Telepräsenz-Kollaborationsplattform, die sich besonders an Unternehmen richtet.
  • Wewod erstellt hochwertige Lerninhalte und Spiele für VR-Arcades. Die Entwickler arbeiteten zuvor mit Disney, Bandai Namco und Nintendo zusammen.

Taipei

  • COVER ist eine Livestreaming-Plattform für virtuelle Shows mit Avataren. Nutzer können sich die Inhalte auf ihr mobiles Gerät streamen.
  • Looxid Labs entwickelt eine Plattform, die mittels Biosensoren die Aktivität der Augen und des Hirns misst und daraus den emotionalen Zustand des Nutzers ableitet. Diese Daten können für VR-Erfahrungen genutzt werden.
  • Red Pill Lab arbeitet an einer Software für Social-VR, die die Stimme des Nutzers auswertet und daraus Gesichtsausdrücke herleitet. Das Startup entwickelt zudem eine Ganzkörperlösung für Inversivkinematik.
  • VRCollab entwickelt eine VR-Kollaborationsplattform für das Bauwesen, das Architekten, Ingenieure, Planer spezielle Werkzeuge für die Zusammenarbeit an die Hand gibt.

Tel Aviv

  • Astral Vision bietet Lösung an, mit denen Fahrgeschäfte in Vergnügungsparks kostengünstig um VR-Inhalte erweitert werden können.
  • Remmersive ist ein vollimmersiver Rennsimulator, der in Zusammenarbeit mit professionellen Rennfahrern entwickelt wird.
| Featured Image: HTC

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