Survios ist bekannt als Entwickler hochwertiger VR-Spiele wie Raw Data und Sprint Vector. In Apples Auftrag portiert das Studio eines seiner neueren VR-Projekte für MacOS. In einem Interview sprechen die Entwickler über die Zusammenarbeit mit Apple und die Virtual-Reality-Ambitionen des Konzerns.

Im Juni 2017 bekannte sich Apple erstmals zu Virtual Reality und kündigte im Rahmen der WWDC Unterstützung für HTC Vive an. Hierfür optimierte das Unternehmen die Grafikschnittstelle Metal und arbeitete mit Valve zusammen an einer MacOS-kompatiblen Version von SteamVR.

Ende des Jahres brachte Apple einen VR-tauglichen iMac Pro heraus. Leistungsschwächere iMacs und Macbooks können seit Ende März mit einer externen Grafikkarte auf das Leistungsniveau gehoben werden, das für Virtual Reality benötigt wird.

Um erste, beispielhafte VR-Apps für MacOS anzubieten, lässt Apple VR-Entwickler an Portierungen einschlägiger Titel arbeiten. Im Rahmen dieser Initiative wurde Survios angefragt, das noch unveröffentlichte VR-Musikspiel Electronauts (siehe ersten Testbericht) mit MacOS kompatibel zu machen.

“Erst der Anfang”

In einem Interview mit Ars Technica äußern sich die Entwickler des VR-Studios positiv über Apples Bemühungen. Die Portierung des Titels sei größtenteils “schmerzfrei” gewesen, weil das Spiel auf Basis von Unity programmiert wurde.

“Apple hat mit Unity und Valve zusammengearbeitet, um Portierungen von Unity-Spielen möglichst einfach zu gestalten,” sagt der Survios-Programmierer Jason Meisel.

Überhaupt sei das Unternehmen sehr an Virtual Reality interessiert: “Sie stecken viele Ressourcen, Mühe und Leidenschaft in Virtual Reality. Sie sind darauf fokussiert und arbeiten daran. […] Ich glaube, dass sie noch sehr viel mehr in das Wachstum des Mediums investieren werden. Das ist erst der Anfang”, meint Survios-Studioleiter Mike McTyre.

Auf die Frage, wie Apple Virtual Reality weiter fördern könnte, sagt Meisel: “Das Beste seitens Apple wäre, mehr Non-Gaming-Apps zu portieren.” Neben Electronauts wird das professionelle 3D-Programm Gravity Sketch und das Visualisierungstool Twinmotion 2018 für MacOS umgesetzt. Letzteres wird von Architekten, Stadt- und Landschaftsplanern genutzt.

“Wenn sie damit Erfolg haben, könnten irgendwann VR-Spiele folgen. Und es wäre super, wenn Apple Oculus unterstützen würde”, sagt Meisel.

Gerüchten zufolge arbeitet Apple an einer Mixed-Reality-Brille, die 2020 auf den Markt kommen soll.

| Featured Image: Apple | Source: Ars Technica

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