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VR-Entwickler: Social-VR hat das Potenzial, Social Media neu zu definieren

von Tomislav Bezmalinovic17. Februar 2017

Against Gravity landete mit “Rec Room” einen großen Hit. In einem Interview spricht der CEO Nick Fajt über die Philosophie seines Startups und das Potenzial von Social-VR.

Against Gravity existiert seit gerade einmal zehn Monaten und kann mit Rec Room schon beachtliche Erfolge vorweisen: Laut den Entwicklern sollen in einem halben Jahr mehr als 100.000 Menschen die virtuellen Spielplätze besucht und dabei eine Million Spiele gespielt und High Fives verteilt haben. Das Studio konnte zudem vor kurzem 5 Millionen US-Dollar von Investoren einsammeln, um die Social-VR-App weiter auszubauen.

“Unsere Überzeugung ist, dass Social-VR die Killer-App werden wird. Aber um dahin zu kommen, werden wir viel experimentieren und die Anwendung stetig verbessern müssen”, sagt der CEO Nick Fajt gegenüber Geekwire. “Unser Ansatz ist, uns zu fragen: Können wir in kurzer Zeit ein Produkt abliefern? Können wir es auf effiziente Weise verbessern? Können wir Rückmeldungen von Leuten einholen und diese nutzen, um die Erfahrung weiterzuentwickeln?”

Social-VR ermöglicht soziale Erfahrungen mit Echtzeitcharakter

Fajt arbeitete vor der Gründung des Studios mehrere Jahre bei Microsoft und half dort unter anderem bei der Entwicklung von Hololens. Fajt glaubt fest daran, dass Virtual Reality die nächste, große Computerplattform werden – vergleichbar mit dem Internet.

Social-VR werde dabei eine ganz besondere Rolle einnehmen, meint Fajt. Social Media biete mit ihren Facebook-Chroniken, Likes und Retweets nur eine “asynchrone” soziale Erfahrung und bestünde fast nur aus schnelllebigen Fotos und Videos. Fajt meint, dass Virtual Reality Social Media den Echtzeitcharakter realer sozialer Interaktion zurückgeben könne.

Als Beispiel nimmt er die High-Fives in Rec Room. “Dieses Abklatschen hat rein spielmechanisch keine Funktion. Es handelt sich um normale Menschen, die sich wie normale Menschen verhalten. Das ist etwas, das man in einem traditionellen Konsolenspiel oder einem Multiplayer-Shooter nicht sieht. Die Erfahrung ist eine andere. Es fühlt sich an, als würde man wirklich mit jemand anderem in einem Raum stehen.”

Mit Rec Room wollte das Studie eine Anwendung schaffen, mit der man neue Freunde finden kann: “Bei Rec Room handelt es sich nicht um ein soziales Netzwerk im klassischen Sinne, in welchem du dich mit Menschen verbindest, die du bereits kennst. Wir wollen Menschen, die sich für Virtual Reality interessieren, zusammenbringen, in der Hoffnung, dass sich dauerhafte Freundschaften ergeben.”

Um dieses Ziel zu erreichen, sei keine realistische Grafik nötig, meint Fajt. “Als die Menschen begannen, sich mit Virtual Reality auseinanderzusetzen, dachten alle, dass es fotorealistische Avatare und Umgebungen brauchen werde. Aber dein Gehirn akzeptiert das, was es sieht und du denkst: ‘Ja, ich bin hier. Ich glaube es.'”

Rec Room ist kostenlos für HTC Vive auf Steam und für Oculus Rift auf Oculus Home erhältlich

| Featured Image: Against Gravity| Source: Geekwire

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