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VR-Entwicklerin: Valve war für uns die größte Unterstützung

von Matthias Bastian17. April 2017

Nicht nur die Facebook-Tochter Oculus VR, auch Valve unterstützt die VR-Entwicklerszene finanziell und insbesondere mit Wissen. Eine Entwicklerin berichtet.

Die Dänin Julie Heyde gehört zu den wenigen Entwicklerinnen der Virtual-Reality-Szene. Das von ihr mitgegründete VR-Studio “VR Unicorns” in Kopenhagen publizierte zum Marktstart von HTC Vive das unkonventionelle “Selfie Tennis”, ein semi-realistisches Sportspiel, bei dem der Spieler auf dem Tennisplatz gegen sich selbst antritt.

Die kommenden VR-Apps namentlich “Archery” (Early Access bei Steam), “Utopia” und “Skijump” sollen ähnlich ausgefallene VR-Erlebnisse bieten, die mit konventionellem Gaming und dem gängigen Mainstream-Geschmack brechen. Heyde arbeitete laut eigenen Angaben bereits seit zehn Jahren in der Spieleindustrie, bevor sie zur VR-Enthusiastin wurde.

Die bisherigen Erfolge seien ohne die Unterstützung von Valve nicht möglich gewesen, sagt Heyde der Webseite Gamesindustry. Valve sei über Jahre hinweg eine “exzellente Hilfe” gewesen, insbesondere Valves VR-Spezialist Chet Faliszek. “Da draußen ist so viel schlechte Virtual Reality, dass das Feedback von Valve entscheidend für unsere Entwicklung war”, sagt Heyde.

Vorerst keine Room-Scale-Portierung für Playstation VR

Die kommenden VR-Apps von Heydes Team sollen auch für das Room-Scale-Setup von Oculus Rift erscheinen. Eine Portierung für Playstation VR ist ungewiss, da Sony in erster Linie auf sitzende und stehende VR-Erfahrungen mit geringem Bewegungsumfang setzt.

Für Heyde ist Sonys Zurückhaltung ein Anlass für Kritik: “Sie nehmen physische VR-Erlebnisse nicht so an wie wir – mir wird immer schlecht, wenn ich eines ihrer Spiele im Sitzen spiele. Das ist traurig, Sony hätte so viel mehr machen können für Room-Scale-VR”, sagt Heyde.

Für die Zukunft prognostiziert die Entwicklerin, dass sich der Markt in Richtung Mobile-VR bewegt. Ihr Studio bleibe vorerst bei der PC-Entwicklung, solange die mobile Hardware nicht leistungsfähiger werde und ein besseres Trackingverfahren biete.

| Featured Image: VR Scout (Screenshot bei YouTube) | Source: Gamesindustry

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