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VR-Filme auf Tour durch die USA

von Carolin Albrand7. August 2015

Am 22. August 2015 startet das erste reine Virtual-Reality-Filmfestival in Portland. Das Kaleidoscope VR-Filmfestival wird gemeinsam von der VR-Agentur Kaleidoscope aus San Francisco und der VR-Plattform Vrideo veranstaltet. Insgesamt soll das mobile Festival durch zehn Städte in den USA ziehen, darunter Seattle, New York, Los Angeles und San Francisco. Die Filme sehen die Teilnehmer durch die VR-Brillen GearVR und Oculus Rift.

Ziel des Kaleidoscope Filmfestivals ist es, die Konversation über Virtual-Reality-Filme in Gang zu bringen. Wir wollen einen Raum schaffen, wo unabhängige Künstler auf das Publikum treffen und Virtual-Reality-Filme erlebt und diskutiert werde können. Zum Line-Up gehören ausgewählte VR-Produzenten und wir sind gespannt diese immersiven und interaktiven Geschichten mit einem Publikum zu teilen. Michael Breymann, Mitgründer Kaleidoscope

VR-Storytelling: Regeln werden neu gemacht

VR-Filme machen schon jetzt einen guten Teil der aktuellen Virtual-Reality-Inhalte aus. Bei vielen handelt es sich um einfache 360-Aufnahmen, die aber noch nicht viel mit der eigentlichen virtuellen Realität zu tun haben. Denn mit der neuen Technik kommen auch neue Möglichkeiten, wie eine Geschichte erzählt wird. Für die virtuelle Realität muss sich der Film neu erfinden. Welche Story funktioniert in einer 360°-Umgebung? Wie lenkt man die Aufmerksamkeit des Zuschauers? Was nimmt ihn emotional wie stark mit? Und wann ist das immersive Medium nicht mehr zu ertragen, weil der schützende Fernsehbildschirm fehlt? Erfahrungwerte fehlen völlig. Das ist mit ein Grund dafür, dass Oculus VR die Oculus Story-Studios gegründet hat. Sie sollen eine Vorreiterrolle einnehmen bei der Entwicklung von VR-Filmformaten und experimentieren aktuell mit dem Kurzfilm Henry, der gerade erfolgreich Premiere feierte.

Die Produzenten von VR-Inhalten haben noch keine Grenzen, aber auch keinerlei Sicherheit ob ihre Filme funktionieren oder nicht. Das Line-Up des Filmfestivals zeigt ein breites Spektrum von fotorealistischen 360-Grad- und animierten Filmen für Virtual Reality mit ganz unterschiedlichen Ansätzen im Storytelling. Der animierte Kurzfilm Colosse ist eine klassische David gegen Goliath Geschichte, deren Dynamik der Zuschauer mit seinen Blicken selbst bestimmt. Blickt er länger auf ein Storyelement, werden Perspektiven schneller gewechselt. Das Nepal Quake Projekt versetzt den Zuschauer in das Katastrophengebiet von Nepal nach den schweren Erdbeben im April und Mai 2015. Der Zuschauer steht im Epizentrum des Unglücks und kann (oder muss) sich die Zerstörung ansehen. Die Macher hoffen darauf, dass das immersive Medium Mitgefühl und Empathie für die Opfer weckt und so zum Spenden animiert. Aber es muss nicht immer ernst und traurig sein: Lachen dürfen die Festivalbesucher beim animierten Comedy-Kurzfilm “Butts”, bei dem der Name Programm ist. Warum…? Nunja, schaut ihn euch doch selbst an, er ist als kostenloser Download im Oculus-Share-Store verfügbar und unser Titelbild zeigt einen vielversprechenden Ausschnitt.

Trailer zum Festival-Beitrag Bright Shadows

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VR-Filmfestival tourt durch die USA. #virtualreality #gearvr #oculusrift #vrmovie Klick um zu Tweeten

| IMAGES: Butts
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