Investoren sitzen an den großen Geldtöpfen, die Unternehmen schneller wachsen lassen. Würden sie aktuell in VR oder AR investieren?

“VR ist auf keinen Fall tot, der Markt wächst nur langsamer als erwartet”, sagt Jacob Mullins vom Investmentunternehmen Shasta Ventures. Investoren müssten sich auf die Unternehmen fokussieren, die heute schon Geld verdienten, obwohl der Markt noch so klein sei.

Für Startups gelte: “Der Markt ist groß genug, um ein kleines Team zu versorgen. Es gibt Umsatzpotenzial, man sollte aber sparsam sein. Die Chancen stehen gut, weil der Wettbewerb gering ist. Man kann sich etablieren, während sich der Markt über die nächsten zwei, fünf oder zehn Jahre entwickelt.”

Niko Bonatsos von General Catalyst sieht die Branche am Ende eines Zyklus, der durch die Facebook-Übernahme Anfang 2014 ausgelöst wurde.

Ein Vorteil laut Bonatsos: Tausende Gründer hätten ihr Handwerk bei den großen Konzernen gelernt und die technischen Voraussetzungen wären jetzt deutlich besser.

“Für uns ist das ein idealer Zeitpunkt für ein Investment”, sagt Bonatsos. Startups empfiehlt er, sparsam mit dem vorhandenen Kapital umzugehen, bis sich der Markt entwickelt. “Manche überleben vielleicht.”

Auf der Suche nach dem Mehrwert

Stephanie Zhan von Sequoia spricht für ihr Unternehmen: “Wir glauben an VR und AR als neues Medienformat für immersive Unterhaltung und Kreativität.”

Sie setzt Hoffnung in Facebooks kommende VR-Brille: “Oculus Quest ist faszinierend und macht VR zugänglicher.”

Kulturell würden die Menschen nach und nach verstehen, was VR und AR bedeuten. Filme wie Ready Player One würden dabei helfen.

Entwicklerstudios gibt sie zwei Leitfragen an die Hand: Wie machen VR oder AR den Inhalt besser? Wo können zusätzliche Käufer außerhalb von VR und AR gewonnen werden?

Auch Catherine Ulrich von Firstmark Capital sieht mit Oculus Go und Quest den Aufschwung kommen. Ihr Unternehmen habe bislang recht wenig investiert, wolle in Zukunft aber stärker einsteigen.

“Ich glaube, wir sind ein Angebot weg vom Endverbrauchermarkt”, sagt Ulrich. Dafür brauche es eine Anwendung, die durch VR deutlich besser werde. “Das verkauft VR-Brillen.”

Via: Techcrunch


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