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Virtual-Reality-Pornos: KINK.com steigt ein

von Carolin Albrand28. November 2015
Mittendrin statt nur dabei - selten war der DSF-Werbespruch so wahr wie im Kontext von Virtual-Reality-Pornos.

Die Pornoindustrie wird voll auf Virtual Reality setzen. Denn das neue Medium verschafft professionell produzierten Filmen für Erwachsene wieder völlig neue Perspektiven,  um sich von der zahlreichen Kostenlos-Konkurrenz im Internet abzusetzen.

Viele glauben, dass Pornos Virtual Reality zum Durchbruch verhelfen könnten – ähnlich wie in den 70er und 80er-Jahren der Videokassette. Sobald die entsprechenden Kameras günstig verfügbar sind dürften zwar auch kostenlose und von Amateuren produzierte 360-Inhalte das Internet fluten, aber auf absehbare Zeit haben Pornoproduzenten wieder die Möglichkeit, sich mit hoher Produktionsqualität und neuen Interaktionsmöglichkeiten deutlich vom Wettbewerb abzusetzen.

Virtual Reality hat das Potenzial, die Industrie für Erwachseneninhalte zu verändern. Michael Stabile, PR-Chef bei Kink via UploadVR

KINK.com ist der größte Anbieter für BDSM Fetisch-Pornos weltweit. Bereits in den 90er-Jahren startete das Unternehmen ins Internet-Business. Der Gründer Peter Acworth brach seinerzeit seine Promotion in BWL an der Columbia Universität ab, als seine Porno-Webseite plötzlich mehrere tausend US-Dollar am Tag verdiente. Seit wenigen Tagen bietet KINK mit KINKVR.com eine neue Beta-Plattform für Erwachsenenfilme an, die speziell für Virtual Reality produziert wurden. Dort möchte das Unternehmen mit dem neuen Medium experimentieren, User-Feedback einsammeln und natürlich: Hype generieren. Die Filme werden vorerst kostenlos angeboten, denn es gibt ohnehin noch zu wenige VR-Brillen-Besitzer, als dass der Verkauf sich bereits lohnen würde – die Mund-zu-Mund-Empfehlung ist mehr Wert als die wenigen US-Dollar, die man aktuell mit VR-Pornos verdienen kann. Vorerst werden bis Ende Dezember kontinuierlich neue, kostenlose Inhalte hinzugefügt. In Ergänzung zu den Filmen wird auch “Hardware” angeboten – unter anderem eine KINK-gebrandete Cardboard-Brille und Teledildonics.

Die Videos werden als Download für Oculus Rift, Samsung Gear VR und Google Cardboard angeboten. Für Oculus VR ist der Vertrieb von Pornos für Oculus Rift und Gear VR prinzipiell ok, die Kalifornier wissen um die potenzielle Marktmacht der Filme und wären schlecht beraten, diese einzuschränken. Einen direkten Vertrieb über die Oculus-Plattformen wird es laut Palmer Luckey aber nicht geben, was die Porno-Produzenten aber kaum stören dürfte: Immerhin können sie so ungestört ihre eigenen Geschäftsmodelle etablieren. Der Trailer unten enthält kein explizites Material sondern zeigt Material einer Behind-the-Scenes-Doku über die Produktionsstätte von KINK, die für das Sundance-Filmfestival nominiert wurde.

| SOURCE: UploadVR
| FEATURED IMAGE: KINK.com