Update vom 2. Februar 2018:

Nachdem In Death bei Steam und im Oculus Store gestartet ist, gab es Hoffnungen auf eine Version für Playstation VR. Nun bestätigten die Entwickler via Twitter, dass sie an einer PSVR-Version arbeiten:

Als Nutzer einer Windows-Brille habe ich die Chance genutzt und die Entwickler gefragt, ob die WMR-Unterstützung verbessert wird. Aktuell bieten die Controller noch kein Vibrationsfeedback. Die Entwickler sagten, dass sie an einer Lösung des Problems arbeiten.

Ursprünglicher Artikel vom 01. Februar 2018:

Überleben ist bei In Death keine Option, denn das Sterben ist ein elementarer Bestandteil des Rogue-like-Spiels für Oculus Rift und HTC Vive. Die Entwickler der Solfar Studios (Everest VR) schicken den Spieler nur mit einem Bogen bewaffnet in die Nachwelt, um die göttliche Ordnung wiederherzustellen.

Im himmlischen Jenseits regieren die Horden des Bösen. Die einzige Rettung ist, wie sollte es anders sein, der Spieler – hier in Person eines Bogenschützen. Erfrischend anders als die unzähligen VR-Shooter ist In Death trotzdem: Die Entwickler sehen es als geistigen Nachfolger der teils sehr schweren Oldschool-Spiele wie Ghost’n’Goblins und neuerer Titel wie Dark Souls. Also Spiele, die vor allem durch viel Übung gemeistert werden können und in denen Glück kaum eine Rolle spielt.

Wie bei Dark Souls: Übung wird belohnt

Teil einer solchen Erfahrung ist der sehr hohe Schwierigkeitsgrad, der Fehler schon zu Beginn kaum verzeiht, aber dennoch nicht frustriert, sondern zu immer noch einer weiteren Runde motiviert. Eine gewagte Gratwanderung, die ich nach dem Spielen der soeben beendeten Beta-Version aber als gelungen bezeichnen kann.

Zwar sind die Kämpfe schwer und fordernd, mit zunehmender Übung verlieren die Gegner aber ihren Schrecken. Wer sich zu forsch durch die zufällig bei Levelstart neu zusammengemixten Umgebungen teleportiert, erfährt die Konsequenzen unmittelbar. Zumal es keinen echten Nahkampf gibt: Als VR-Legolas führt der Spieler nur einen Schild, um Angriffe abzuwehren und Gegner auf Abstand zu halten.

Der bei vielen VR-Spielern ungeliebte Teleport ist bei In Death ein wichtiger Bestandteil des Spiels: Der Bogen bietet neben tödlichen Pfeilen auch einen für die Bewegung per Teleport. Dabei gilt es genau zu zielen und die Verzögerung durch den Flug zu bedenken.

Das Spiel bietet auch eine Option zur freien, flüssigen Fortbewegung, die aber nur ein eher gemächliches Vorankommen ermöglicht. Einige Bereiche in den Levels können mit freier Bewegung gar nicht erst erreicht werden, bevorzugt Stellen mit nützlichen Gegenständen wie Heilung oder mächtigen Pfeilen.

Nur eine Runde noch!

Trotz vergleichsweise geringer Systemanforderungen (eine GTX 970 reicht bereits) bietet In Death eine ansehnliche Grafik. Inbesondere die Gestaltung mit schwebenden Festungen und mittelalterlicher Architektur ist gelungen. Für Abwechslung sorgen die – wie einst beim Ur-Vorbild Diablo – immer neu aus Einzelteilen zusammengesetzten Umgebungen mit zufällig darin platzierten Gegnern.

Mit zunehmendem Fortschritt schalten Spieler weitere Pfeile und Gegner frei, ansonsten lockt ganz klassisch eine Highscoreliste. Erstaunlich war bereits in der Beta der hohe Wiederspielfaktor und der Wunsch, nur noch eine allerletzte Runde zu versuchen. Und dann noch eine. Und noch eine. Und … ihr wisst schon.

In Death erscheint am 1. Februar 2018 bei Steam und im Oculus Store im Early Access für 19,99 Euro. In der ersten Woche gibt es zehn Prozent Preisnachlass.

Die Windows Mixed Reality VR-Brillen sind ebenfalls kompatibel, das habe ich im eigenen Test ausprobiert. Mit fließender Fortbewegung durchquert man die Welt eher langsam, was den Magen schont. Wem dabei dennoch schlecht wird, kann auf Teleportation zurückgreifen.

| Featured Image: Solfar Studios

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