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VR-Spielhalle “The Void” expandiert, weitere Center in Planung

von Matthias Bastian28. Juni 2017

Kanadier können ab sofort die “Hyper Reality” der ultraimmersiven VR-Spielhalle “The Void” betreten.

In Toronto eröffnet nach New York, Dubai und Utah bereits die vierte “The Void” VR-Spielhalle. Der kanadische Ableger wird gemeinsam mit Cineplex und dem Arcade-Betreiber Rec Room umgesetzt. Weitere Informationen und die Möglichkeit, Tickets vorzubestellen, gibt es auf der offiziellen Webseite der neuesten Niederlassung.

Wie an den anderen Standorten wird vorerst nur die VR-Erfahrung “Ghostbusters: Dimension” gezeigt. Zwei weitere VR-Erfahrungen sollen noch in diesem Jahr erscheinen. Für die Umsetzung neuer Arcade-Erlebnisse kooperiert The Void mit großen Studios und Indie-Entwicklern.

Für die kommenden Erfahrungen setzt The Void unter anderem auf das Photogrammetrieverfahren, bei dem tausende Fotografien realer Orte zu einer täuschend echten VR-Wirklichkeit zusammengenäht werden. Zuvor müssen jedoch die technischen Rahmenbedingungen in den Spielhallen wie Netzwerk und Grafikleistung verbessert werden.

The Void expandiert schnell

Laut der Webseite Variety plant The Void “Dutzende weitere Spielhallen”, die in den kommenden Monaten eröffnen sollen. Zuvor berichtete die New York Times, dass noch in diesem Jahr bis zu 20 Arcades an den Start gehen. Laut einer Quelle von VRODO laufen die Gespräche zu einem Standort in Deutschland.

Zuletzt investierte The Void in neues Führungspersonal, das primär die Aufgabe hat, die schnelle Expansion gemeinsam mit Partnern voranzutreiben. Das Unternehmen hat gute Gründe, sich zu sputen, denn es treten immer mehr Wettbewerber in den Markt für VR-Arcades ein.

Der bekannteste Konkurrent ist Imax. Das Entertainment-Unternehmen betreibt bereits zwei VR-Arcades in Los Angeles und New York, zahlreiche weitere sind für Großstädte wie Manchester, Shanghai und Tokio in Planung.

Das Imax-Angebot ist konzeptionell anders angelegt als die vollimmersiven VR-Erfahrungen in der Void-Spielhalle. Die Imax-Arcade erinnert an eine klassische Spielhalle, in der Automaten durch VR-Brillen ersetzt werden. Besucher können parallel in verschiedene VR-Erfahrungen eintauchen, die zum Teil auch für Heimanwender verfügbar sind.

Die Void-Erlebnisse hingegen funktionieren nur in speziell auf die VR-Erfahrung abgestimmten Umgebungen. Sie vermischen Realität und virtuelle Wirklichkeit auf eine Art, wie es in den eigenen vier Wänden nicht möglich ist. Besucher tauchen in kleinen Gruppen gemeinsam in die gleiche VR-Welt ein.

Eine Konkurrenzsituation ist daher nicht unmittelbar gegeben, letztlich dürften sich Imax und The Void aber um eine ähnliche Zielgruppe bemühen.

Hinzu kommen Startups wie Dreamscape Immersive, Zero Latency oder Anvio, die ähnlich wie The Void VR-Erlebnisse anbieten, die reale Umgebungen und Gegenstände und die virtuelle Welt nahtlos zu einer Gesamterfahrung vermischen.

| Featured Image: The Void

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