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VRODO_cast #011: Microsofts VR-Offensive, Oculens und Locomotion

von Matthias Bastian28. Oktober 2016

In der elften Ausgabe des VRODO_Cast, dem deutschsprachigen Podcast über Virtual Reality und Augmented Reality, sprechen wir hauptsächlich über Microsoft und die Ankündigung von fünf neuen VR-Brillen für Windows Holographic.

Das hat selbst der größte VR-Enthusiast nicht vorhersehen können: Asus, Dell, Lenovo, HP und Acer bringen kommendes Jahr VR-Brillen samt Inside-Out-Tracking für Windows Holographic auf den Markt. Und das auch noch zu einem günstigen Preis von 299 US-Dollar. Konkret bedeutet das: Microsoft macht aus der VR-Brille einen Monitor und springt auf den fahrenden Zug auf, den vornehmlich Facebook, Google und Valve vorab finanziert und in Gang gesetzt haben. Wir diskutieren die Tragweite dieser Ankündigung.

Technische Spezifikationen zu den Windows-Brillen sind ebenso wenig bekannt wie ein exaktes Veröffentlichungsdatum. Das Windows 10 “Creators Update” samt Holographic Shell mit Unterstützung für VR- und AR-Geräte erscheint im Frühling kostenlos für alle Windows-10-Nutzer.

Was die Ankündigung auch zeigt: Virtual und Augmented Reality nähern sich deutlich früher einander an, als vermutet. Dieser Trend geht auch an Facebook und Oculus VR nicht vorbei. Die Unternehmen suchen neue Mitarbeiter, um AR-Prototypen zu bauen, die potenziell “von Milliarden von Menschen” genutzt werden könnten. Das ist natürlich eine Ansage, die wir besprechen müssen. Wird Oculus VR zu Oculus AR und baut an der Oculens? Und wie antwortet Google auf den verschärften Wettbewerb? Die Gerüchte um eine Highend-Brille halten sich hartnäckig. Klar ist, dass Googles Daydream-Initiative erst der Anfang und nicht das Ende der Bemühungen ist.

Zum Abschluss sprechen wir noch kurz über unser Lieblingsthema – mittlerweile ein “Running Gag” – die künstliche Fortbewegung in VR, speziell in Spielen, und die damit verbundene Motion Sickness. Ein Gamer hatte sich via Twitter bei Oculus VR darüber beschwert, dass er gerne mehr Optionen für die Fortbewegung möchte, da ihm nicht schlecht werde.

Die Antwort von Oculus: Wir machen Entwicklern keine Vorschriften, aber die gehen lieber auf Nummer sicher und optimieren für Komfort. Wir besprechen, ob das legitim ist und welche Alternativen es gibt. Und welche Konsequenzen es für Entwickler hat, wenn sie potenziell tausende Käufer krank machen.