In Episode #77 des VRODOCASTS – dem Podcast über die Zukunft der Computer – geht es um die Sinnhaftigkeit eines reinen VR-Browsers, die Integration von AR in die Berichterstattung und die ewige Debatte um Verkaufszahlen von VR-Brillen.

Supermedium: Das Virtual-Reality-Web entdecken

Frühere WebVR-Entwickler von Mozilla gründeten das Virtual-Reality-Startup Super XYZ mit dem Ziel, einen für 3D-Inhalte optimierten Browser zu entwickeln. Eine erste Version ist jetzt kostenlos für Oculus Rift und HTC Vive erschienen.

Rund 30 handverlesene WebVR-Welten führt der Browser in seiner Oberfläche zusammen, die Zahl und die Funktionen des Browsers sollen stetig wachsen. Herkömmliche 2D-Seiten kann man mit Supermedium indes nicht aufrufen. Ergibt diese Strategie Sinn?

AR in der Berichterstattung: New York Times will Olympia-Athleten ins Wohnzimmer bringen

Die New York Times integriert Augmented Reality in die Berichterstattung: In der NYT-App können ab sofort 3D-Inhalte wie ein 2D-Video oder -Foto in den Artikel eingebettet und von dort in den Raum projiziert werden. Der Wechsel zum 3D-Projekt erfolgt nahtlos, sofern der Nutzer einmalig zugestimmt hat, dass die App auf die Kamera zugreifen darf.

Laut der NYT können mit der AR-Visualisierung Größenverhältnisse besser dargestellt und eine größere Nähe zu Inhalten hergestellt werden. Zu den olympischen Winterspielen möchte die Traditionszeitung 3D-Modelle der Athleten anbieten, die man in Lebensgröße im eigenen Wohnzimmer begutachten kann.

Verkaufszahlen von VR-Brillen: Wirklich so schlecht – oder alles nur Analysten-Gerede?

Laut den neuesten Daten der auf Spiele fokussierten Analysten von Superdata konnten Oculus und HTC im vergangenen Jahr gerade mal eine halbe Million VR-Brille verkaufen – und das trotz massiver Preisnachlässe. Sollten diese Schätzungen halbwegs stimmen, würde das nicht dafür sprechen, dass Virtual Reality im kommerziellen Markt zeitnah erfolgreich sein kann.

Allerdings regen sich in der Branche Widerstände gegen die Vorhersagen der Analysten. Unter anderem meldete sich Oculus-Gründer Palmer Luckey zu Wort: Er kenne die richtigen Verkaufszahlen und sämtliche Schätzungen aller Analysten seien falsch. Er warf ihnen außerdem vor, sie würden durch ihre Kommunikationsstrategien unnötige Enttäuschung hervorrufen. Sind wirklich die Analysten Schuld an der Krise der VR-Branche – oder ist diese nicht eher hausgemacht?


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