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“VRScore” misst die Leistungsfähigkeit des PCs und die Latenz der VR-Brille

von Tomislav Bezmalinovic30. Januar 2017

Das finnische Unternehmen Basemark hat einen Benchmark namens “VRScore” angekündigt, mit welchem sich die VR-spezifische Leistungsfähigkeit des PCs und die Motion-to-Photon Latency messen lässt.

Mit “Motion-to-Photon Latency” ist die zeitliche Verzögerung zwischen einer Körperbewegung und dessen Umsetzung in der Virtual Reality gemeint. Überschreitet diese 20 Millisekunden, beginnt der Anwender, die Verzögerung wahrzunehmen. Dies wiederum führt zu Übelkeit. Mit VRScore kann man diese Latenz genau messen.

Hierzu liegt dem Paket ein Messgerät namens “VRTrek” bei, das über zwei optische Sensoren verfügt und in das Brillengehäuse gesteckt wird. Das Messgerät muss außerdem per Kabel mit dem Mikrofonausgang des PCs verbunden werden. Beim Test sendet der PC Lichtblitze an die VR-Brille, die das Messgerät registriert und als analoge Information an den PC weiterleitet. Das Testprogramm misst den zeitlichen Abstand zwischen der Aussendung der Lichtblitze und deren “Rückkehr” zum PC und bestimmt daraus die Latenz.

Das Programm bietet drei Testmodi

Das Testprogramm selbst besitzt drei Modi und basiert auf einer älteren VR-Techdemo namens “Codename: Skyharbor”, die von Crytek entwickelt wurde. Der erste Modus ist der “System Test”. Bei diesem wird lediglich die Leistungsfähigkeit des PC-Systems gemessen und es werden keine Bilder an die VR-Brille gesandt.

Die Techdemo wird dennoch in stereoskopischem 3D gerendert und greift auf vorprogrammierte Kopfbewegungen zurück, um die Nutzung der VR-Brille zu simulieren. Ist die Techdemo durch, werden die Punktzahl und umfangreiche Resultate angezeigt. Die Ergebnisse können im Internet publiziert und mit denen anderer Nutzer verglichen werden.

Der zweite Modus ist der “VRTrek Test”. Hier wird zusätzlich die Leistung der VR-Brille wie oben beschrieben gemessen. Beim “VR Experience Mode” schließlich wird gar keine Messung vorgenommen. Stattdessen kann man sich die VR-Brille aufsetzen und Cryteks grafisch aufwendige Techdemo genießen.

VRScore soll demnächst in einer Corporate Edition erscheinen. Eine Professional Edition für Endkunden wird im zweiten Quartal 2017 auf den Markt kommen. Zeitgleich wird eine kostenlose Version ohne VRTrek veröffentlicht. Unterstützt wird HTC Vive, Oculus Rift und das HDK von OSVR.

Eine Alternative zu VRScore ist der VRMark von Futuremark. Mit diesem lässt sich jedoch nicht die Latenz messen.

| Featured Image: Basemark | Source: Road to VR

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