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VRSE heißt jetzt Within, bekommt 12 Millionen US-Dollar

von Carolin Albrand17. Juni 2016

“Vrse”, eine VR-Produktionsfirma gegründet von Chris Milk und Aaron Koblin, wird mit rund 12 Millionen US-Dollar finanziert und ändert den Firmennamen in “Within”. 

Angeführt wird die Investorenliste von Andreessen Horowitz, einem Risikokapitalgeber aus dem Silicon Valley. Auch die Medienunternehmen 21st Century Fox und Vice Media beteiligen sich an dem Deal. Die Investition kommt nicht überraschend, denn unter dem alten Firmennamen Vrse konnte sich das in 2014 gegründete Startup in der Szene für 360-Videos schnell etablieren.

Unter anderem ist der Erfolg dem Frontmann Chris Milk zu verdanken, der sich gerne und geschickt als extremer VR-Enthusiast inszeniert und unter anderem Begriffe wie “Empathiemaschine” im Kontext von Virtual Reality prägte. Bekannt ist Vrse Within in erster Linie für 360-Videos und Dokumentationen, unter anderem setzte das Studio, noch unter altem Namen, einige Produktionen gemeinsam mit der New York Times um. Die Vrse-App für Android gehörte im vergangenen November zu den Top 5 der am häufigsten heruntergeladenen VR-Apps für Google Cardboard.

Den Namenswechsel begründet Milk unter anderem damit, dass sein Unternehmen sich nicht zu stark an den Begriff Virtual Reality binden will – er geht davon aus, dass dieser früher oder später aus dem Sprachgebrauch verschwindet. Außerdem sei der Technologiefokus zu stark; Within würde existieren, um menschliche Erfahrung zu erschaffen und zu teilen. “Technologie ist einfach nur ein Werkzeug, um das umzusetzen.”

“Die Geschichten von morgen werden komplett immersiv sein. Das Medium, in dem sich diese Geschichten entfalten, existiert in unserem Bewusstsein. Wir werden uns dabei ertappen, dass wir durch den Rahmen treten und in den Geschichten leben. Und wir werden die Erinnerung an diese Geschichten nicht als Inhalt erinnern, den wir konsumiert haben, sondern als Zeit und Raum, in dem wir existierten.” Chris Milk

Bislang ist die Within-App für iOS, Android und im Web verfügbar sowie für Samsung Gear VR. Ab kommenden Donnerstag soll auch eine Version für Oculus Rift und HTC Vive erhältlich sein. Eine eigene App für Playstation VR ist ebenfalls in Planung.

Die Szene für VR- und 360-Filme wächst damit weiter. Zuletzt investierte Comcast rund sechs Millionen US-Dollar in das 360-Studio Felix & Paul, die Virtual Reality Company (VRC), die sowohl gerenderte als auch gefilmte Inhalte produziert, bekam gar 23 Millionen US-Dollar, um die Produktionskapazitäten zu erhöhen. Spitzenreiter bei 360-Videos ist NextVR, die Livestreaming-Spezialisten sammelten insgesamt rund 50 Millionen US-Dollar von Investoren ein. Zuletzt stieg die Hollywood-Größe Steven Spielberg bei VRC ein und auch Michael Bay möchte in Zukunft Regie in 360-Grad führen.

| Source: Chris Milk Medium | Via: Venturebeat | Featured Image: Within