0

WebVR für Google Chrome soll im Januar starten, Beta ab Dezember

von Matthias Bastian7. November 2016

Das Internet als Vorstufe des Metaverse zu bezeichnen, scheint nicht allzu vermessen. Mit WebVR bekommt die Browser-Umgebung eine neue Dimension.

Schon länger bieten Chrome-Entwickler experimentelle Versionen des Browsers an, mit denen VR-Anwendungen direkt im Netz laufen. Ab Januar möchte Google die virtuelle Realität offiziell im Chrome-Browser implementieren. Eine Beta-Version geht schon im Dezember an den Start.

Google plant weiterhin die Browserumgebung “Chrome VR Shell”, mit der auch herkömmliche 2D-Seiten mit der VR-Brille angesehen werden können. Da VR-Inhalte anfänglich noch rar gesät sein dürften, ist das allemal besser als ständig zwischen VR-Brille und Monitor zu wechseln, wenn man im Netz unterwegs ist.

Vorerst wird nur der mobile Chrome-Browser mit der WebVR Version 1.1 fit gemacht für die VR-Brille. Die Desktop-Variante folgt später.

Unklar ist, ob Google vorerst nur die Pixel-Geräte gezielt für Daydream View unterstützt oder ob sämtliche Highend-Smartphones mit dem WebVR-Standard laufen werden. Unterstützung für ältere Smartphones ergibt keinen Sinn: Die Geräte sind zu langsam für die anspruchsvollen Berechnungen.

WebVR könnte in 2017 massiv an Bedeutung gewinnen. Das liegt zum einen daran, dass Google mit Chrome, Mozilla mit Firefox, Microsoft mit Edge und Facebook mit Carmel Browser auf den Markt bringen, die Virtual-Reality-Inhalte darstellen und abspielen können.

Zum anderen könnte Microsofts kürzlich angekündigter Vorstoß in PC-VR dabei zuträglich sein, VR-Anwendungen im Browser populär zu machen. Die neuen VR-Brillen von Acer, HP und Co. laufen mit der Windows Oberfläche und werden wie Monitore vermarktet. VR im Browser ist für viele Nutzer der denkbar einfachste Weg, um an neue Inhalte zu gelangen.

| Featured Image: Google