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WebVR: Google lässt VR-Nutzer in Musikstücke eintauchen

von Tomislav Bezmalinovic6. September 2017

Google veröffentlicht nach letzter Woche ein weiteres musikalisches WebVR-Experiment: Mit “Inside Music” können VR-Nutzer Musikstücke räumlich erfahren und Spuren manipulieren, um die Songs neu abzumischen oder ihren Aufbau kennenzulernen.

Das lässt sich jedoch nur mit den sechs Musikstücken machen, die Google für die VR-Anwendung aufbereitet hat. Zur Auswahl stehen Songs von PhoenixPerfume GeniusNatalia LafourcadeIbeyiAlarm Will Sound und Clipping, die sehr unterschiedlichen Genres zuzurechnen sind.

Startet man die WebVR-App steht man in einem dunklen Raum inmitten heller, pulsierender Kugeln. Die stehen für die einzelnen Spuren: zum Beispiel die Drums, den Synthesizer, ein Instrument oder Gesang. Spielt man einen Song ab, pulsieren die Kugeln, sofern die betreffenden Spuren aktiv sind.

Die kreativen Möglichkeiten sind stark eingeschränkt: Mit den 3D-Controllern kann man die einzelnen Spuren lediglich an- und ausknipsen, auf andere Weise lassen sie sich nicht manipulieren. Dank räumlichem Audio und raumfüllender Virtual Reality kann man die eigene Position im Raum verschieben, um bestimmte Spuren klanglich hervorzuheben.

Probleme mit WebVR

Das Ziel des WebVR-Standards ist, dass man direkt aus dem Internetbrowser schnell und unkompliziert auf VR-Inhalte zugreifen kann, ohne zusätzliche Apps installieren zu müssen. In der Praxis funktioniert das nicht immer, da sich WebVR noch in einer relativ frühen Entwicklungsphase befindet.

Das zeigt sich auch an Inside Music. Die Anwendung erkannte Oculus Touch nicht und ruckelte mit HTC Vive so stark, dass sie keinen Spaß machte. Selbst nach einer halben Stunde Herumprobieren lief die WebVR-App nicht ordnungsgemäß. Als Alternative bleibt die 360-Grad-Umgebung auf der offiziellen Internetseite.

Wer Tanzmusik mag und in WebVR reinschnuppern möchte, sollte sich lieber das WebVR-Experiment von letzter Woche anschauen. “Dance Tonite” funktioniert einwandfrei, bietet mehr fürs Auge und lässt Kreativität zu. Wer Oculus Rift oder HTC besitzt, kann sich die Apps mit einer aktuellen Version von Firefox ansehen. Der Browser unterstützt WebVR.

Entwickler finden den Programmcode auf Github und können damit eigene Songs in die App laden. Die übrigen WebVR-Experimente findet man hier.

| Featured Image and Source: Google Blog

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