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Weshalb das Gamepad für Virtual Reality wichtig bleibt

von Tomislav Bezmalinovic7. März 2017

Nate Mitchell von Oculus sagte kürzlich, dass ein hoher Anteil der Rift-Besitzer Oculus Touch gekauft habe. Die 3D-Controller dürften über kurz oder lang zum primären Eingabegerät für das VR-System werden, das Gamepad aber dennoch nicht ersetzen. Jason Rubin, der bei Oculus für die Inhalte verantwortlich ist, glaubt sogar, dass es langfristig noch eine größere Rolle spielen wird. In einem Interview mit Gamasutra, erklärt er, weshalb das Gamepad ein wichtiger Teil des VR-Ökosystems bleiben wird.

Die erfolgreichsten VR-Anwendungen nutzen 3D-Controller: Laut Steam-Statistik haben bis Februar zwölf VR-Anwendungen über eine Million US-Dollar Umsatz gemacht und alle setzen die Vive-Controller voraus. Selbst bei Playstation VR, das noch stark auf Gamepad-VR setzt, werden die großen Verkaufshits mit Playstation Move gespielt.

Obwohl diese Zahlen eine eindeutige Sprache sprechen, gibt es für Jason Rubin keinen Grund, das Gamepad in den Ruhestand zu schicken: “Wir wissen nicht, was das ultimative Eingabegerät für Virtual Reality ist. Es ist gut möglich, dass es viele solcher ultimativer Eingabegeräte gibt, so wie in der realen Welt”, sagt Rubin gegenüber Gamasutra.

Für Rubin ist Virtual Reality auch eine Frage des Komforts: “Ich glaube, dass es für neue Nutzer unglaublich wichtig ist und für immer wichtig bleiben wird, ihre Händen der Virtual Reality zu haben. Aber es werden Zeiten kommen, wenn Virtual Reality einen bestimmten Reifegrad erreicht hat, dass die Leute nach acht Stunden Arbeit nach Hause kommen und sich nur noch hinsetzen und das Gamepad in die Hand nehmen möchten”, sagt Rubin.

Das Gamepad hat eine lange Entwicklungsgeschichte

Die meisten heutigen VR-Spiele seien kurz oder für kürzere Spielsitzungen ausgelegt. Rubin glaubt, dass sich VR-Nutzer in der Zukunft weitaus länger in der Virtual Reality aufhalten werden, als es heute der Fall ist. Dann würden Anwendungen, in denen man steht und sich mit den Armen bewegt, einen Teil ihrer Anziehungskraft verlieren.

Das Gamepad mache den Eindruck, es sei altmodisch, sagt Rubin. Dennoch sei es ein Interface, das auf eine 40-jährige Entwicklungsgeschichte zurückblicken kann. Aus diesem Grund könne es auf seine Art weitaus präziser sein, als es jeder Handcontroller. “Es gibt einen Grund, weshalb es so geformt ist. Und ich glaube, dass die Menschen – langfristig gesehen – auf das Gamepad zurückkommen werden”, sagt Rubin.

Dass Rubin am Gamepad festhält, mag auch an seiner eigenen Laufbahn liegen. Rubin hat klassische Gamepadspiele wie Crash Bandicoot entwickelt und ist Mitgründer von Naughty Dog, das bekannt ist für seine überaus erfolgreiche Uncharted-Videospielreihe.

| Featured Image: Microsoft

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