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Wie kommen VR-Startups an Risikokapital? Ein CEO gibt Tipps

von Tomislav Bezmalinovic1. Juni 2017

Das VR-Startup Viro Media erhielt im März 2,5 Millionen US-Dollar von Investoren. In einem Blogbeitrag erzählt CEO Danny Moon, was Virtual-Reality-Unternehmen beachten müssen, um sich die Unterstützung von Risikokapitalgebern zu sichern.

Am Anfang sei es am wichtigsten, dass man den Investoren etwas vorzuzeigen hat, meint Moon. Worte und Versprechen würden nicht reichen, um die Aufmerksamkeit von Geldgebern zu erregen. Hat man die eigene Idee in einen Prototyp überführt, hätte man zudem eine klarere Vorstellung davon, was man erreichen möchte.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist, die Geldbeschaffung als einen kontinuierlichen Prozess zu sehen. Zu Beginn sollten sich Gründer eines Unternehmens die Unterstützung von Familienmitgliedern und Freunden sichern: “Wähle Menschen, die dich kennen und dir helfen, deine Träume zu verwirklichen. Selbst eine kleine Zuwendung kann den Ball ins Rollen bringen”, schreibt Moon auf Virtual Reality Pop.

Die richtigen Leute finden

Danach sei es wichtig, die richtigen Investoren in der richtigen Reihenfolge anzugehen. Bestimmte Risikokapitalgeber seien auf Virtual und Augmented Reality spezialisiert und würden ihr Geld lediglich in Startups stecken, die in diesem Bereich tätig sind. Beispiele sind Presence Capital, The VR Fund und Colopl. HTC bietet Startups mit der Vive-X-Initiative die Möglichkeit, mit weiteren Investoren in Kontakt zu treten.

Daneben gibt es eine Vielzahl kleinerer Geldgeber, die Startkapital an Jungunternehmen aus verschiedensten Branchen verteilen. Einige davon suchen aktiv nach der Gelegenheit, in ein VR-Startup zu investieren. Hier sei es ratsam, sich an Investoren zu wenden, die an Virtual Reality glauben. “Es ist schwer, eine überzeugende Präsentation zu halten, wenn 80 Prozent des Meetings darin besteht, die Industrie zu verteidigen”, schreibt Moon.

Virtual Reality nahebringen

Startups sollten potenzielle Investoren wann immer möglich persönlich treffen: “Wir hatten null Erfolg damit, Telefonanrufe oder Videochats in Investitionen oder nachfolgende Treffen umzumünzen”, schreibt der CEO von Viro Media. Für VR-Startups sei das besonders schwer, weil Investoren den Prototyp in Virtual Reality erleben müssten, um das Produkt zu verstehen.

Moon rät VR-Startups, sich Gedanken darüber zu machen, wie das Geld langfristig eingesetzt werden soll: “Die meisten Investoren fragten uns, was passiert, wenn VR bis ins Jahr 201X nicht steil geht: ‘Wenn wir in euer Team investieren, wie wollt ihr es durch das Tal der Enttäuschungen schaffen?'” Hierbei hilft es, einen Zweijahresplan mit klaren Meilensteinen zu erstellen, der offenlegt, was mit dem  Geld über eine längere Durststrecke hinweg passiert.

Weil VR-Startups an einem vollkommen neuen Computerparadigma arbeiten, sei es oft schwierig, Investoren klarzumachen, welche Bedürfnisse das zu schaffende Produkt befriedigt. Deshalb ist es laut Moon ratsam, die eigene Vision bei Präsentationen erzählerisch zu vermitteln: “Es ist wichtig, die Menschen auf diese Reise mitzunehmen, sodass sie den richtigen Kontext haben und verstehen, worin eure Lösung besteht”, schreibt Moon.

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