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Windows Mixed Reality: Entwickler packt Acers VR-Brille aus

von Matthias Bastian10. Juli 2017

Der Hololens- und Windows-Entwickler Sean Ong packt die Windows-VR-Brille von Acer aus und schildert seine ersten Eindrücke.

Acers VR-Brille war eines der ersten Geräte, das für Windows Mixed Reality angekündigt und demonstriert wurde. Seit Februar vergibt Microsoft die VR-Brille an Windows-Entwickler, Ende des Jahres soll sie offiziell erscheinen. Der Preis liegt voraussichtlich bei circa 300 US-Dollar ohne und 400 US-Dollar mit 3D-Controllern.

Bisherige Hands-On-Berichte zur VR-Brille waren recht positiv. Gelobt wurden insbesondere die im Vergleich zu aktuellen Geräten höhere Auflösung von 1.440 x 1.440 Pixeln bei 90 Hz, der hohe Tragekomfort ähnlich Playstation VR, das hochklappbare Visier sowie das präzise und praktische integrierte Trackingsystem, das Microsoft der AR-Brille Hololens entliehen hat.

Insgesamt könnte Acers VR-Brille auf Augenhöhe mit HTC Vive oder Oculus Rift liegen, aber bei einem deutlich günstigeren Preis. Das gilt allerdings nur für die VR-Brille an sich. Beim Tracking, beim Interface und bei den Inhalten sind noch viele Fragen offen.

Fresenelschliff und Näherungssensor

Der Hololens-Entwickler Sean Ong, der die Acer-Brille im Video unten auspackt (die Verpackung ist die der Entwicklerversion), bestätigt einen positiven Ersteindruck.


In Ongs Video ist zu erkennen, dass die Linsen der Brille einen Fresnelschliff ähnlich HTC Vive haben und im Gehäuse ein Näherungssensor wie bei Oculus Rift eingelassen ist. Mit dem Sensor erkennt die VR-Brille automatisch, wenn sie aufgesetzt oder heruntergeklappt wird, und wechselt in die VR-Umgebung.

Obwohl die VR-Brille das gleiche Kamera- und Trackingsystem wie Hololens verwendet, unterstützt das Gerät keine Gestensteuerung. Microsoft kündigte stattdessen im Mai ergänzende 3D-Controller an, die erfasst werden, sobald sie im Sichtfeld der Brille erscheinen. Entwickler haben noch keinen Zugriff auf die 3D-Controller, da der Designprozess seitens Microsoft nicht abgeschlossen ist.

Kurios: Im Video vermutet Ong, dass Microsoft von Mixed-Reality- statt von einer VR-Brille spricht, da man das Visier der Acer-Brille wie bei einer Schweißermaske einfach hochklappen und so viel schneller zurück in die Realität wechseln kann als mit anderen VR-Brillen. Microsofts Marketingabteilung dürfte das etwas anders sehen.

| Featured Image: Sean Ong (Screenshot bei YouTube)

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