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Windows Mixed Reality: So richtet man die VR-Brille ein

von Tomislav Bezmalinovic7. Juli 2017

Derzeit liefert Microsoft Windows-VR-Brillen an Entwickler aus. Zum Jahresende erscheinen dann die ersten Geräte für jedermann. Der Einrichtungsprozess zeigt, wie man das Gerät in Betrieb nimmt.

Ähnlich wie Valve und Oculus setzt Microsoft auf eine interaktive Einführung als VR-Erlebnis, die dem Nutzer spielerisch den Einstieg in die Virtual Reality erleichtert. Die Software, die Setup und VR-Erfahrung vereint, heißt „First Run“ und soll Teil der „Storytelling-Erfahrung“ für Windows Mixed Reality sein.

Zum Start der Einrichtung fordert Microsoft den Nutzer dazu auf, die Umgebung freizuräumen und die Art des Trackings festzulegen. Dabei unterscheidet das Unternehmen zwischen zwei Modi: „Room-Scale-VR“, also freie Bewegung im Raum innerhalb vorgegebener Grenzen, und „Desk-VR“, das ist Virtual Reality sitzend am Schreibtisch.

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Mehrere Trackingbereiche für verschiedene Räume

So wie bei Valve und Oculus legt der Nutzer die Raumgrenzen fürs Tracking in Eigenregie fest. Microsoft verspricht für diesen Vorgang – der bei Oculus Rift und HTC Vive recht anfällig für nervige Trackingaussetzer ist und beim Setup die meiste Zeit in Anspruch nimmt – einen eindeutigen und nachvollziehbaren Prozess.

Offenbar ist nicht vorgesehen, dass die integrierten Hololens-Sensoren den Trackingbereich dynamisch erfassen und Hindernisse wie Wände oder Möbel automatisch in die Virtual Reality einbetten.

Dazu passt, dass sich die VR-Brille vor dem ersten Einsatz räumlich orientieren muss. Der Prozess dafür ist recht schlank: Der Nutzer hält das Gerät vor den PC-Monitor und drückt einen „Center“-Knopf. Um die Bodenhöhe zu kalibrieren, setzt er sich die VR-Brille auf und schaut nach oben,  unten und wieder geradeaus.

Ein interessantes Detail: Microsoft sieht vor, dass Windows Mixed Reality verschiedene Räume und Trackingareale abspeichert. Das ist praktisch für Anwender, die die VR-Brille mit einem Laptop betreiben und häufiger die Umgebung wechseln.

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Hersteller entwickeln ergänzende Setup-Apps

Für Windows Mixed Reality erscheinen VR-Brillen verschiedener Hersteller, die zwar bei grundlegenden Dingen wie dem Tracking gleich funktionieren, sich aber in Details wie der Kopfhalterung oder der Platzierung ergänzender Knöpfe unterscheiden.

Daher entwickelt jeder Hersteller neben der Hard- auch eine Software, die Microsoft „Companion-App“ nennt. Die Anwendung ist ebenfalls in den Einrichtungsprozess integriert und gibt dem Nutzer die Gelegenheit, die eigene VR-Brille im Detail kennenzulernen.

Während der Einrichtung prüft Microsofts Performance-Tool für Windows, ob die Leistung des verbundenen Rechners für ein ansprechendes Virtual-Reality-Erlebnis ausreicht. Auch die Inbetriebnahme der ergänzenden 3D-Controller ist im Setup integriert.

Die Informationen stammen von einem Microsoft-Workshop, der im Rahmen der WinHEC 2017 in Taipei durchgeführt wurde. Eine Videoaufzeichnung kann man hier einsehen. Der Einrichtungsprozess wird ab 18:40 erklärt.

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| Featured Image: Asus | Via: Upload VR

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