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YouTube streamt 360-Videos live in 4K-Auflösung

von Matthias Bastian1. Dezember 2016

Wieder einen Schritt näher am immersiven Live-Erlebnis mit der VR-Brille. YouTube streamt 360-Inhalte live in 4K-Auflösung.

YouTube unterstützt das Live-Streaming von 360-Videos mit einer Auflösung von bis zu 4K bei 60 Bildern pro Sekunde. Das Feature steht Filmern ab sofort zur Verfügung. Google bringt das neue Format selbst zum Einsatz und streamt die Game Awards live in 360-Grad. Die Übertragung findet heute Nacht ab 2:30 Uhr deutscher Zeit statt. Leider gibt es noch keine Option für Live-Streams in stereoskopischem 3D, wie sie beispielsweise das US-Unternehmen NextVR bereits umsetzt.

In unserem Test zu Googles neuer VR-Brille Daydream View lobten wir besonders die YouTube-App. Sie erlaubt ein komfortables und nahtloses Ansehen von 360-Videos und lädt dazu ein, die mobile Brille einmal länger als zehn Minuten auf dem Kopf zu behalten. Mit Google Cardboard, der Daydream-Initiative und YouTube-360 gehört Google zu den wichtigsten Treibern der neuen VR-Branche.

Wo geht die Reise hin für 360-Videos?

360-Videos werden von der VR-Gemeinschaft noch kontrovers diskutiert. Das neue Videoformat reizt die VR-Brille auf technischer Ebene kaum aus und bietet im Bereich Storytelling bislang wenig Mehrwert. Für bestimmte Inhalte – hauptsächlich im dokumentarischen Bereich – ergeben die Videos mit Rundumblick mitunter Sinn.

Livestreams von Sportveranstaltungen oder Konzerten gehören sicherlich zu den interessantesten Anwendungsszenarien für 360-Kameras. Auch wenn die Videos derzeit eher unscharf sind und den experimentellen Status noch nicht verlassen haben, könnte sich dieser Zustand mit der zweiten Generation VR-Brillen schnell ändern.

Eine deutlich höhere Auflösung pro Auge, ein stereoskopischer 3D-Effekt für die Tiefenwirkung als Standard, Raumklang abhängig von der Kopfposition und vielleicht sogar – nach einem technologischen Durchbruch – räumliche Bewegung in einem gewissen Radius, würden die VR-Streams deutlich aufwerten. Die soziale Komponente könnte man ergänzen, indem man mehrere Nutzer in der gleichen Streaming-Umgebung platziert – dann könnte man mit Freunden virtuell auf der Tribüne Platz nehmen.

| Featured Image: Google Inc. | Source: The Verge