0

Zero Latency: Neue Upgrades für den “The Void” Konkurrenten

von Matthias Bastian6. März 2017

Die US-Spielhalle “The Void” ist das wohl ambitionierteste VR-Arcade-Projekt. Auf engem Raum mischen die Macher virtuelle und reale Umgebung für ein maximal immersives Virtual-Reality-Abenteuer. Aber das Unternehmen aus Utah ist nicht das einzige mit dieser Idee.

In Australien bietet die VR-Spielhalle “Zero Latency” bereits seit 2015 VR-Spiele, die mehrere Besucher gemeinsam kabellos auf einer größeren Fläche erleben können. Das Konzept kommt an, die Spielhalle ist das derzeit wohl erfolgreichste Angebot in diesem Bereich.

Neben dem Angebot im Heimatort Melbourne gibt es bereits drei internationale Ableger in Tokio, Orlando und Madrid, zum Teil unter anderem Namen. Die Spielhalle in Tokio wird gemeinsam mit Sega betrieben. Die circa 45 bis 60 Minuten Spielzeit kosten umgerechnet rund 60 Euro pro Kopf.

Ähnlich wie bei “The Void” tragen Spieler einen Rucksack-PC auf dem Rücken, an den eine HDK2 VR-Brille von Razer angeschlossen ist. Abhängig vom Spielort kommen spezielle VR-Brillen von Sensics zum Einsatz, die eigens für Zero Latency entwickelt wurden und eine höhere Bildqualität bieten.

Sony-Technologie fürs Tracking

Für das Tracking in der VR-Spielhalle in Melbourne setzen die Entwickler auf Playstation Move und die dazugehörigen PS4-Kameras. Die selbstentwickelten Spielgewehre und Kopfhalterungen wurden mit den auffälligen Leuchtbällen ausgestattet, die man von Sonys Bewegungscontrollern kennt.

Die Spielfläche wurde zuletzt von circa 400 Quadratmeter für bis zu sechs Spieler auf rund 200 Quadratmeter verkleinert. Im Gegenzug werden mehr Bewegungstricks eingesetzt. Beispielsweise betreten Spieler in der Ecke eines Raums einen virtuellen Aufzug. Die Aufzusgtür auf der nächsten Etage öffnet sich im Rücken der Spieler, die sich intuitiv herumdrehen und die gesamte Spielfläche wieder vor sich sehen.

Die Macher der Spielhalle entwickeln die VR-Spiele und -Apps eigens für die Arcade und mehrere Spieler gleichzeitig. Neu im Portfolio sind der Space-Shooter “Singularity” sowie das gemeinschaftliche Puzzlespiel “Engineerium”.

Über einen Ableger von Zero Latency in Deutschland ist noch nichts bekannt. Anders ist das beim Konkurrent The Void: Das Unternehmen befindet sich derzeit in Gesprächen mit möglichen Partnern.

| Featured Image: Zero Latency (Screenshot) | Via: Gizmodo Australien

Empfohlene Artikel: