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Facebook-Chef Zuckerberg verteidigt Oculus-Rift-Preis

von Carolin Albrand7. Januar 2016

Marc Zuckerberg, Facebook-Chef und Palmer Luckeys Boss, meldet sich zu Wort und verteidigt den hohen Preis für Oculus Rift. Auf seiner Pinnwand bei Facebook schreibt er: “Oculus Rift bietet die beste Virtual-Reality-Erfahrung weltweit.”

Laut Zuckerberg wird für Facebook ein großes Jahr, indem zahlreiche “Zukunftstechnologien” am Markt ankommen sollen, die der Netzwerkriese in den letzten Jahren erforscht und entwickelt hat. Neben Facebooks Anstrengungen im KI-Bereich und dem Versuch, Internet per Satellit in entlegene Gegenden zu bringen, nennt Marc Zuckerberg die neue VR-Brille Rift an erster Stelle. “Nach vielen Jahren Entwicklung starten endlich die Vorbestellungen für Oculus Rift. Wir glauben, dass Virtual und Augmented Reality die nächsten großen Computerplattformen werden, die die Art veränderen, wie wir uns vernetzen und kommunizieren. Oculus Rift bietet die beste Virtual-Reality-Erfahrung weltweit.” Auf die Frage eines Nutzers, warum die finale Version der VR-Brille so viel teurer als als vorherige Entwickerkits sei, antwortet Zuckerberg: “Sie hat bessere Technologie, ist ein hochwertigeres Produkt und kommt mit einem Gamepad.”

HTC dürfte das wohl gänzlich anders sehen. Die VR-Brille Vive bietet im Vergleich zur Rift-Brille dank umfangreichem Tracking und Bewegungscontrollern zumindest bei Markstart immersivere VR-Erfahrungen als die Facebook-Brille. Bisher hat sich das taiwanesische Unternehmen aber nicht zu einem Preis für die VR-Brille geäußert. Marktbeobachter gehen davon aus, dass Vive aufgrund der aufwändigeren Hardware noch teurer wird als Oculus Rift. Gefragt nach einem Kommentar zum Rift-Preis äußerte HTC-VR-Produktmanager Ryan Hoopingarner gegenüber dem US-Online-Magazin Road to VR: “Uns ist bewusst, dass der anfängliche Aufwand für ein VR-System definitiv eine Investition ist. Wir glauben, dass unsere Kunden mit der Investition in Vive zufrieden sein werden.” Das klingt nicht danach, als würde HTC planen, den Preis der Rift-Brille zu unterbieten – im Gegenteil. 700 Euro und mehr dürften nach diesen Worten gesetzt sein.

Während Oculus Rift mit einem gewöhnlichen Gamepad und nur einer Trackingkamera ausgeliefert wird, bietet Vive zwei Bewegungscontroller und ein spezielles Lasersensorsystem, das Bewegungen im ganzen Raum erkennen kann. Außerdem hat die VR-Brille an der Frontseite eine Kamera eingebaut, die Aufnahmen aus der realen Welt in die virtuelle Umgebung einblenden kann. Der Nutzer muss die VR-Brille also nicht jedes Mal abziehen, wenn er beispielsweise nach einem Glas Wasser greifen möchte. Die zusätzlichen Features dürften den Preis aber auch nach oben treiben.

HTC Vive Pre: HTC zeigt eine neue Entwicklerversion der VR-Brille.

HTC Vive kommt mit viel zusätzlicher Hardware und bietet die immersivsten VR-Erlebnisse auf dem Markt. Das dürfte die VR-Brille aber noch teurer machen als die ohnehin schon teure Facebook-Brille. Bild: HTC

Außerdem hat das finanziell gebeutelte Unternehmen HTC keinen finanzstarken Partner wie Facebook an der Seite, der die Brille querfinanziert und somit den Preis gering hält. Palmer Luckey sagte im Rahmen des Vorbestellstarts für Oculus Rift, dass die Brille ohne Facebooks Unterstützung über 1.000 US-Dollar kosten würde. HTC Vive erscheint im April, Vorbestellungen werden ab Februar angenommen.

| VIA: Facebook / Road to VR
| FEATURED IMAGE: Facebook / Oculus VR